Apache Velocity

Apache Velocity ist eine Software, die Platzhalter in Textdateien durch aktuelle Inhalte ersetzt. Damit können nach dem Prinzip des Serienbriefs beliebig viele Textdateien, – beispielsweise Webseiten oder E-Mails – mit unterschiedlichen Inhalten, aber gleicher Struktur, aus einer einzigen Vorlage erzeugt werden.
Apache Velocity wurde in der Programmiersprache Java programmiert. Der Quelltext steht unter der Apache Software License und ist somit frei.

Die von Apache Velocity verarbeiteten Textdateien werden als Template bezeichnet, englisch für „Schablone“ oder „Vorlage“. Daher wird dieser Typ von Software auch Template Engine („Schablonenmaschine“) genannt.
Apache Velocity interpretiert die Platzhalter in den Templates als Referenzen auf Java-Objekte, also ausführbare Software, die in der Programmiersprache Java geschrieben wurde. Velocity erzeugt aus dem Template ausführbaren Quelltext, der einerseits die statischen Textbestandteile des Templates ausgibt, und andererseits an den richtigen Stellen die referenzierten Java-Objekte aufruft. Die Java-Objekte müssen Zeichenketten zurückgeben, die in den Text eingefügt werden.
Apache Velocity kann als eigenständiges Anwendungsprogramm eingesetzt werden oder als Klassenbibliothek in andere Anwendungsprogramme (z. B. Webanwendungen) integriert werden und für diese Hilfsdienste verrichten.
Apache Velocity wird in unterschiedlichen Anwendungsbereichen der Softwaretechnik eingesetzt und ist Bestandteil vieler Softwareprodukte:
Velocity ist als Template-Engine Bestandteil vieler Anwendungsprogramme wie der integrierten Java-Entwicklungsumgebung IntelliJ IDEA oder des UML-Werkzeuges Poseidon for UML und Frameworks wie Spring, sowie von Websites wie der Open-Source-Entwicklungsgemeinschaft Tigris.org.
Apache Velocity definiert eine eigene Beschreibungssprache für Schablonen, die Velocity Template Language (VTL). Dabei leiten Doppelkreuze („#“) die zu füllenden Platzhalter ein, doppelte Doppelkreuze („##“) beginnen Kommentare und Dollarzeichen („$“) dienen als Markierung von Referenzen.
Die folgende Beispielvorlage definiert neben Kommentaren eine Referenz namens „foo“, der eine einfache Zeichenkette mit dem Inhalt „Velocity“ zugewiesen wird. Anschließend wird die Referenz „foo“ im Text durch die Zeichenkette ersetzt.
Daraus erzeugt Apache Velocity diese HTML-Struktur:
Die erste Beta-Version von Velocity wurde am 26. März 2001 veröffentlicht. Am 26. Oktober 2006 wurde Velocity zum Apache Top Level Project ernannt.

Alex Eskin

Alexander „Alex“ Eskin (* 19. Mai 1965 in Moskau) ist ein russischstämmiger US-amerikanischer Mathematiker, der sich mit geometrischer Gruppentheorie, Ergodentheorie und dynamischen Systemen (Billards), Lie-Gruppen mit Anwendungen in der Zahlentheorie beschäftigt.
Er studierte Mathematik an der University of California, Los Angeles (Bachelor Abschluss 1986), danach Physik bis 1989 am Massachusetts Institute of Technology. 1991 studierte er weiter Mathematik an der Stanford University und promovierte 1993 an der Princeton University bei Peter Sarnak (Counting lattice points on homogeneous varieties). 1993/94 war er als Postdoc am Institute for Advanced Study. Danach war er an der University of Chicago, zunächst als Dickson Instructor, ab 1997 als Associate Professor und ab 1999 als Professor.
Er beschäftigte sich unter anderem mit der Dynamik und Geometrie von Teichmüllerräumen, geometrischer Gruppentheorie, Ergodentheorie in Lie-Gruppen und Billards in rationalen Polygonen.
1992/93 war er Sloan Fellow und 1997 bis 2002 Packard Fellow. 2007 erhielt er den Clay Research Award, insbesondere für gemeinsame Arbeiten mit David Fisher and Kevin Whyte, die die Starrheit von Gruppen zeigte, die quasi-isometrisch zur dreidimensionalen auflösbaren Lie-Gruppe Sol sind. 2010 war er Invited Speaker auf dem Internationalen Mathematikerkongress in Hyderabad (Quasi-isometric rigidity of solvable groups mit David Fisher) und 1998 in Berlin (Counting problems and semisimple groups). Er ist Fellow der American Mathematical Society, 2011 wurde er in die American Academy of Arts and Sciences gewählt, 2015 in die National Academy of Sciences.

Bremer Philharmoniker

Die Bremer Philharmoniker sind das offizielle Orchester der Freien Hansestadt Bremen. Neben der Bespielung des Musiktheaters im Theater Bremen veranstalten sie pro Spielzeit 24 Philharmonische Konzerte, diverse Sonder-, Benefiz- und Kammerkonzerte sowie viele Projekte im Bereich Musikvermittlung. Intendant der Bremer Philharmoniker ist Christian Kötter-Lixfeld, Generalmusikdirektor ist seit 2007 Markus Poschner.

1820 gründete der Domorganist Wilhelm Friedrich Riem das Bremer Concert-Orchester. Er war bis zu seinem Tod (1857) Dirigent dieses Orchesters. Ihm folgte als Dirigent Carl Martin Reinthaler. Das Orchester wurde von dem 1863 gegründeten Verein Bremischer Musikfreunde betreut.
1825 wurden die Gesellschaft für Privatkonzerte − seit 1895 Philharmonische Gesellschaft − gegründet. Sie organisierten einen Philharmonischen Chor und ein Concert-Orchester, als eines der ersten bürgerlichen Orchester. Die Stadt Bremen gewährte dem Orchester Zuschüsse, das später Philharmonisches Orchester genannt wurde.
Johannes Brahms gab 1855 sein Debüt als Pianist. Es war sein erster öffentlicher Auftritt mit einem Orchester. Dreizehn Jahre später wurde in Bremen das Deutsche Requiem unter seiner Leitung uraufgeführt. Auch heute noch fühlen sich die Bremer Philharmoniker Johannes Brahms besonders verbunden: Seine Kompositionen gehören zu den meistgespielten im Repertoire.
Die als Folge des Ersten Weltkrieges einsetzende Inflation machte es Anfang der 1920er Jahre unmöglich, das bis dahin auf privater Basis engagierte Philharmonische Orchester in dieser Form weiter zu erhalten. Es wurde deshalb von Bremen als städtisches Orchester übernommen. Die Philharmonische Gesellschaft lieh sich die Musiker für ihrer Konzerte aus. 1933 erfolgte die Umbenennung in Staatsorchester. Nach dem Zweiten Weltkrieg erhielt das Orchester den Namen Bremer Philharmonisches Staatsorchester.
2002 fand die Umwandlung in die Rechtsform einer GmbH statt; es entstand die Bremer Philharmoniker GmbH. Die Bremer Philharmoniker sind damit die erste deutsche Orchester-GmbH mit privater Mehrheitsbeteiligung. Die Gesellschafter sind die Orchestermusiker, organisiert im Bremer Philharmoniker e.V. (26 %), die Philharmonische Gesellschaft Bremen (26 %), die Stadt Bremen (26 %) und das Theater Bremen (22 %).
Die Leitung der Gesellschaft haben der Generalmusikdirektor und der Intendant. Die Zahl der Musiker liegt um die 94 (Stand 2010). Nach wie vor wird ein Staatszuschuss um die 4 Mio. Euro (Stand 2009) gewährt. Ein Aufsichtsgremium unter Vorsitz des Kultursenators gleicht die verschiedenen Interessen aus.
Chefdirigenten und Generalmusikdirektoren
Weitere Dirigenten
Die Bremer Philharmoniker bestreiten pro Saison zirka 175 Opernvorstellungen im Theater Bremen im Theater am Goetheplatz, 24 Philharmonische Konzerte im Bremer Konzerthaus „Die Glocke“ sowie rund 30 Sonder-, Familien- und Kammerkonzerte. Zu den Sonderkonzerten gehören beispielsweise Benefiz-Konzerte für die Spendenaktion Weihnachtshilfe, den Bremer Krebs-Hilfsfond und den Bremer Bürgerpark sowie Konzerte im Rahmen des Musikfest Bremen, des Bremer Klavierwettbewerbs und des Internationalen Dirigentenforums des Deutschen Musikrats. In ihrer Konzertreihe „phil pur“ widmen sich die Bremer Philharmoniker im Rahmen eines Philharmonischen Konzertes an mehreren Abenden dem Werk eines einzelnen Komponisten. Seit 2009 veranstalten die Bremer Philharmoniker auch ein eigenes Festival unter dem Titel „phil intensiv“. Nachdem bei der ersten Auflage vier Tage lang die vier Sinfonien von Johannes Brahms im Mittelpunkt standen, widmeten sich Markus Poschner und das Orchester bei der zweiten Auflage gemeinsam mit der SWR Big Band dem Wechselspiel von Komposition und Improvisation und der Begegnung von Klassik und Jazz, Symphonieorchester und Big Band. Richard Wagners Oper „Tristan und Isolde“ stand als konzertante Aufführung 2011 auf dem Festivalprogramm. Dazu kommen zahlreiche Projekte zur Förderung von Kindern und Jugendlichen sowie Projekte in der 2006 gegründeten „Musikwerkstatt Bremen“. Insgesamt sind die Bremer Philharmoniker in einer Spielzeit bei über 370 Veranstaltungen zu erleben.
Das Kernrepertoire der Konzerte reicht von der Wiener Klassik über die Romantik und Spätromantik bis zur Klassischen Moderne und der zeitgenössischen Musik. Kontinuierlich werden Solisten und Dirigenten von Weltrang verpflichtet, wie Frank Peter Zimmermann, Gidon Kremer, Midori, Julia Fischer, Julian Rachlin, Rudolf Buchbinder, Boris Beresowski, Sabine Meyer, Christopher Hogwood oder Mario Venzago.
Mit verschiedensten Veranstaltungen in und außerhalb der Schule begleiten die Bremer Philharmoniker jedes Jahr über 10.000 Kinder und Jugendliche. Ein besonders ambitioniertes Projekt innerhalb der Musikvermittlung stellt die im Herbst 2006 eröffnete „Musikwerkstatt Bremen“ dar. Die „Musikwerkstatt Bremen“ ist in Kooperation mit dem Landesinstitut für Schule entstanden und verfolgt das Ziel, Kinder und Erwachsene aktiv und durch eigenes Erleben mit Musik in Kontakt zu bringen. In der Musikwerkstatt kann man Einblicke in die Welt eines Sinfonieorchesters erhalten, aber vor allem sämtliche Instrumente eines Orchesters unter pädagogischer Anleitung ausprobieren.
Mehrere Aktivitäten wurden mit Preisen ausgezeichnet:
1825 wurde der Verein Gesellschaft für Privatkonzerte gegründet. Er hoffte, tüchtige Musiker für Bremen zu gewinnen und strebte die Bildung eines guten Orchesters und Chores an. Anfänglich waren die Erfolge noch mäßig, dann entstand jedoch ein beständiges Concert-Orchester mit Berufsmusikern und Musikern aus Liebhaberei.
Auch der Philharmonische Chor entstand. Nach dem Tod des Domkantors und Dirigenten der Bremer Singakademie Wilhelm Friedrich Riem (1779–1857) gab es seit 1858 mit Carl Martin Reinthaler einen gemeinsamen Dirigenten beider Chöre. Beide Chöre wurden nach dem Ausscheiden von Riem unter der Leitung von Max Erdmannsdörfer 1892 zu dem gemeinsamen Philharmonische Chor vereinigt.
1895 wurde aus der Gesellschaft für Privatkonzerte die Philharmonische Gesellschaft. Sie engagierte sich ehrenamtlich im Bremer Musikleben und hat maßgeblich zu dessen Entwicklung und Vielfalt beigetragen. Musikliebhaber, Förderer und Firmen unterstützen die Gesellschaft. Sie war aber nicht in der Lage, auf Dauer ein Orchester von Berufsmusikern zu unterhalten und so musste sie sich für ihre Konzerte Musiker des städtischen Orchesters bzw. des Staatsorchesters ausleihen.
Seit 2001 ist Barbara Grobien Vorsitzende der Gesellschaft.
2002 wurde auf Initiative der Gesellschaft die Bremer Philharmoniker GmbH gegründet, an der die Gesellschaft zu 26 % beteiligt ist (siehe auch oben). Sie überließ der GmbH die Philharmonischen Konzerte in der Glocke, organisiert aber weiterhin Kammerkonzerte.
Die Philharmonische Gesellschaft arbeitet mit dem Musikfest Bremen zusammen, um eine hohe Qualität zu sichern. Durch eine Kooperation mit der Universität Bremen wird ein gemeinsames Seminar durchgeführt, zur Einführung in die Welt der europäischen Kunstmusik.

Irmtrud Wojak

Irmtrud Wojak (* 1963) ist eine deutsche Historikerin. Sie war von Ende März 2009 bis November 2011 Gründungsdirektorin des NS-Dokumentationszentrums München.

Wojak studierte Geschichte, Sozial- und Wirtschaftsgeschichte sowie Politikwissenschaft an der Ruhr-Universität Bochum. Sie promovierte mit einer Arbeit zur deutschen jüdischen und politischen Emigration während der NS-Zeit nach Lateinamerika ebenfalls in Bochum. Anschließend absolvierte sie mehrere Forschungsaufenthalte unter anderem an der Holocaustgedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem und am United States Holocaust Memorial Museum in Washington. Anschließend war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin und stellvertretende Leiterin des Fritz-Bauer-Instituts in Frankfurt am Main.
In Frankfurt erstellte sie die Ausstellung „Auschwitz-Prozess. 4 Ks 2/63. Frankfurt am Main“ und habilitierte sich mit einer Biografie über Fritz Bauer. Daraufhin war sie Leiterin des Bereiches Forschung und Mitglied der Geschäftsleitung beim International Tracing Service (ITS) in Bad Arolsen.
Ihre Forschungsschwerpunkte sind die
Wojak war im Jahr 2009 zur Gründungsdirektorin des geplanten NS-Dokumentationszentrums in München berufen worden. Nach Medienberichten kam es im Mai 2011 unter anderem um den Namen des geplanten Zentrums zu heftigen Auseinandersetzungen zwischen einzelnen Münchener Stadträten, dem Kuratorium des Zentrums und Wojak. Wojak sprach sich gegen einen Namen aus, der das Kürzel „NS“ enthalte. Das Kuratorium des geplanten Zentrums und mehrere Zeitzeugen hätten sich ähnlich geäußert. Das Zentrum war von der Stadt München von Beginn an unter dem Arbeitsnamen „NS-Dokumentationszentrum“ geplant worden. Der Münchener Stadtrat Marian Offman betonte, dass nicht alle Zeitzeugen sich gegen das Kürzel ausgesprochen hätten. Wojak soll daraufhin Offman indirekt vorgeworfen haben, Zeitzeugen gegeneinander auszuspielen. Der Oberbürgermeister Christian Ude kündigte im April 2011 aufgrund dessen disziplinarische Schritte an, der Stadtrat Marian Offman, zugleich Vizepräsident der Israelitischen Kultusgemeinde Münchens, forderte eine Entschuldigung von Wojak. Wojak sah darin auch eine parteipolitische Auseinandersetzung.
Ende Oktober 2011 wurde Wojak von ihren Aufgaben als Direktorin des NS-Dokumentationszentrums entbunden, weil sie kein schlüssiges Konzept für die Ausstellung im NS-Dokumentationszentrum vorgelegt habe. Zudem wurde ihr Kommunikationsstil kritisiert. Auch habe sie nicht mit ihrem Team zusammengearbeitet. Wojak betonte dagegen zunächst, dass sie gar keine Gelegenheit gehabt habe, ihr Konzept zu erläutern, da es am 7. Oktober aufgrund einer Erkrankung ohne sie vorgestellt worden sei. Mitte November kam es schließlich zu einer Einigung und einer gemeinsamen Pressemitteilung von Wojak und der Stadt München, in der von „nachhaltig unterschiedlichen Auffassungen“ zwischen Wojak und den beratenden Gremien über die „Ausrichtung, die Inhalte und die Funktion“ des geplanten Zentrums die Rede war, aufgrund derer eine Trennung erfolgt sei.

Freiballonverein Augsburg

Der Freiballonverein Augsburg ist der weltweit älteste aktive Luftsportverein. Er betreibt seit 1901 Ballonsport in Augsburg.

Die Gründung des Vereins fand am 30. Mai 1901 unter dem Namen Augsburger Verein für Luftschiffahrt e. V. (A.V.f.L) statt. Der Eintrag in das Vereinsregister erfolgte mit Beschluss des königlichen Amtsgerichtes Augsburg am 12. August 1901 mit 29 Mitgliedern.
Am 1. April 1902 konnte der 1. Vorsitzende August von Parseval bereits 114 Mitglieder verzeichnen; darunter auch August Riedinger, den Gründer der Ballonfabrik Augsburg.
Am 1. Oktober 1937 wurden die Gasballone „Augusta IV“ und „Augusta V“ zugunsten des neugegründeten NSFK enteignet.
Nach der letzten Fahrt des Freiballons „Augusta IV“ am 24. August 1939 kurz vor Ausbruch des Zweiten Weltkrieges ruhte der Fahrtenbetrieb bis zum Jahr 1952. Der Fahrtenleiter und Pilot der letzten Freiballonfahrt Ernst Frank sen. lagerte die Ballone „Augusta IV“ und „Augusta V“ ein und rettete sie so bis 1945.
1945 tauschte Ernst Frank sen. die alternden Ballone auf Vermittlung der amerikanischen Militärregierung gegen Werkzeugmaschinen, die er wiederum im Namen des Vereins 1952 verkaufte, um den neuen Freiballon „Augusta VI“ zu finanzieren.
Am 10. September 1952 wurde der Freiballonverein Augsburg e. V. vormals Augsburger Verein für Luftschiffahrt gegr. 1901 in das Vereinsregister eingetragen. Den neuen Freiballon „Augusta VI“ führte seine Tauffahrt am 19. Oktober 1952 vom Rosenaustadion nach Achsheim; Ballonführer war wieder Ernst Frank sen. Die wetterbedingt mehrfach verschobene Ballontaufe stieß auf großes Interesse der Bevölkerung. Im Bayerischen Rundfunk und in den Zeitungen wurde der aktuelle Stand der Vorbereitungen berichtet. Die Augsburger Straßenbahn führte am Sonntagmorgen der geplanten Ballontaufe gelbe „Ballonwimpel“ auf ihren Wagen, um der Bevölkerung so den geplanten Aufstieg des Ballons anzuzeigen.
Im Jahr 1976 wurde die 1. Gasballon-Weltmeisterschaft ausgetragen und 1984 der erste Heißluftballon für den Verein beschafft.
Der Schriftsteller, Kabarettist und Maler Joachim Ringelnatz nahm am 10. Juni 1928 an einer Wettfahrt mit Autoverfolgung als Gast teil. Daraus entstand sein Gedicht Freiballonfahrt mit Autoverfolgung.
Am 27. Mai 1931 erreichte der Schweizer Professor Auguste Piccard nach dem Start bei Augsburg mit einem Stratosphären-Ballon 15.785 m. Mit an Bord war sein Assistent, der Ingenieur Paul Kipfer. Die Fahrt endete nach 17 Stunden auf dem Hochgurgler Gletscher im Tiroler Ötztal.
Joseph William Kittinger, der mehrere Luftfahrt-Weltrekorde aufgestellt hat, ist Mitglied des FVA. Er hält folgende Weltrekorde, die bis heute nicht übertroffen wurden: Höchste Ballonfahrt mit offener Gondel, höchste Geschwindigkeit eines Menschen ohne besondere Schutzhülle, längster freier Fall und längster Fallschirmsprung.

César 1987

Die zwölfte Verleihung der Césars fand am 7. März 1987 im Palais des congrès de Paris statt. Präsident der Verleihung war der Schauspieler Sean Connery. Ausgestrahlt wurde die Verleihung, die von Michel Drucker, Michel Denisot, Pierre Tchernia und Henry Chapier moderiert wurde, vom öffentlich-rechtlichen Fernsehsender Antenne 2, dem heutigen France 2.

Thérèse – Regie: Alain Cavalier
Alain Cavalier – Thérèse
Daniel Auteuil – Jean Florette (Jean de Florette)
Sabine Azéma – Mélo
Pierre Arditi – Mélo
Emmanuelle Béart – Manons Rache (Manon des sources)
Isaac De Bankolé – Black Mic-Mac
Catherine Mouchet – Thérèse
Die Frau meines Lebens (La Femme de ma vie) – Regie: Régis Wargnier
Camille de Casabianca und Alain Cavalier – Thérèse
Herbie Hancock – Um Mitternacht (Autour de minuit)
Pierre Guffroy – Piraten (Pirates)
Anthony Powell – Piraten (Pirates)
Philippe Rousselot – Thérèse
Michel Desrois, William Flageollet, Claude Villand und Bernard Leroux – Um Mitternacht (Autour de minuit)
Isabelle Dedieu – Thérèse
La Goula – Regie: Roger Guillot
Christian Blondel – Betty Blue – 37,2 Grad am Morgen (37° 2 le matin)
Der Name der Rose, Frankreich/Italien/Bundesrepublik Deutschland– Regie: Jean-Jacques Annaud
Bester Film | Beste Regie | Beste Hauptdarstellerin | Bester Hauptdarsteller | Beste Nebendarstellerin | Bester Nebendarsteller | Beste Nachwuchsdarstellerin | Bester Nachwuchsdarsteller | Bestes Erstlingswerk | Bestes Original-Drehbuch | Bestes adaptiertes Drehbuch | Filmmusik | Szenenbild | Kostüme | Kamera | Schnitt | Ton | Bester ausländischer Film | Bester Animationsfilm | Kurzfilm | Dokumentarfilm | Ehrenpreis
1976 | 1977 | 1978 | 1979 | 1980 | 1981 | 1982 | 1983 | 1984 | 1985 | 1986 | 1987 | 1988 | 1989 | 1990 | 1991 | 1992 | 1993 | 1994 | 1995 | 1996 | 1997 | 1998 | 1999 | 2000 | 2001 | 2002 | 2003 | 2004 | 2005 | 2006 | 2007 | 2008 | 2009 | 2010 | 2011 | 2012 | 2013 | 2014 | 2015 | 2016

Beyond – Die rätselhafte Entführung der Amy Noble

Beyond – Die rätselhafte Entführung der Amy Noble ist ein US-amerikanischer Thriller von Josef Rusnak aus dem Jahr 2012. Jon Voight ist in der Hauptrolle als ermittelnder Polizeiinspektor in einem Entführungsfall zu sehen. Das mit Mystery-Elementen gespickte Drehbuch verfasste Greg Gieras.

Die 5-jährige Amy Noble wird eines nachts aus ihrem Zuhause im verschneiten Alaska entführt. Detective Jon Koski, zufällig ein Freund der Familie, wird mit dem Fall betraut. Er ist auf Kindesentführungen spezialisiert. Auch der Fernsehmoderator Farley Connors hört von dem Fall und bietet Amys Eltern seine Mithilfe an. Farley betätigt sich seit geraumer Zeit als Medium und hat dank seiner paranormalen Fähigkeiten schon so manch vermisste Person im Auftrag der Angehörigen wieder gefunden. Mehrfach hat er Visionen, die auf Amys Versteck und deren Entführer hindeuten. Jon Koski kann sich nur zögerlich mit dem Gedanken anfreunden, einem Hellseher zu vertrauen bzw. seinen Hinweisen nachzugehen. Noch dazu wo er seine Begabung in einer Fernsehshow vermarktet.
Eine Lösegeldforderung geht per Brief bei Amys Eltern ein. Am Güterbahnhof der Stadt übergibt Amys Vater 2 Mio. Dollar und nimmt seine Tochter wohlbehalten in Empfang. Koski und Farley sind ihm gefolgt und spüren dort die Entführerin Manda Lee auf, die Tochter eines Schwerverbrechers, der im Gefängnis ums Leben kam.
Zum Schluss stellt sich heraus, dass Amys Onkel, ein Polizist in Geldnot, die Entführung eingefädelt hat und die vorbestrafte Manda Lee dafür anheuerte.
Der Mystery-Thriller wurde in Anchorage, der größten Stadt Alaskas gedreht.
„Stimmungsvoll gestalteter Thriller, der die im Grund konventionelle Handlung in paranormale Sphären erhebt.“

EN ISO 7200

Die Norm EN ISO 7200 regelt die Gestaltung von Schriftfeldern auf Technischen Zeichnungen. Sie wurde im Mai 2004 verabschiedet und ersetzt in Deutschland als DIN-Norm DIN EN ISO 7200 die bis dahin gültige DIN 6771-1.
Jede Technische Zeichnung besitzt ein Schriftfeld. Es befindet sich an der unteren rechten Seite der Zeichenfläche, bei Zeichnungen im Format A4 unterhalb der Zeichenfläche. Wenn der Zeichnungsträger nach DIN 824 gefaltet wurde, soll das Schriftfeld am unteren Rand des Blattes lesbar sein (siehe EN ISO 5457, die die Aufteilung des Zeichnungsträgers regelt). Im Gegensatz zur zurückgezogenen DIN 6771-1 sind ein Großteil der Vorschriften weggefallen oder in bloße Empfehlungen umgewandelt worden, so dass die Schriftfelder nun wesentlich besser an individuelle Bedürfnisse angepasst werden können. Es gab aber auch einige Änderungen, wie zum Beispiel die Breite.
Die wichtigsten Unterschiede zur DIN 6771-1 sind:
Damit passt das Schriftfeld auf A4-Zeichnungen genau in den unteren Bereich der Zeichnungsfläche, welche eine Breite von 180 mm hat. Auf größeren Formaten kommt das Schriftfeld in die untere rechte Ecke der Zeichenfläche, wobei man beachten muss, dass diese nur im Querformat ausgeführt werden dürfen.
Die Zeichenfläche ist mit 10 mm (20 mm auf der linken Seite) Abstand vom Rand durch eine dicke Volllinie abgegrenzt.

Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen

Das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) (französisch Office fédéral de la sécurité alimentaire et des affaires vétérinaires (OSAV), italienisch Ufficio federale della sicurezza alimentare e di veterinaria (USAV), rätoromanisch Uffizi federal da segirezza alimentara e fatgs veterinars (USAV)) ist eine Bundesbehörde der Schweizerischen Eidgenossenschaft. Es ist das Kompetenzzentrum der Schweiz für die Bereiche Lebensmittelsicherheit, Ernährung, Tiergesundheit, Tierschutz und Artenschutz im internationalen Handel. Das BLV gehört zum Eidgenössisches Departement des Innern EDI.

Im Jahre 1872 rief der Bundesrat eine Abteilung Viehseuchenpolizei ins Leben. Leiter war der eidgenössische Viehseuchenkommissär, der gleichzeitig als Oberpferdarzt der Armee amtete.
1886 wurde der Abteilung Viehseuchenpolizei der Vollzug der Tierseuchenpolizei an der Landesgrenze übertragen. Zur Erfüllung dieser Aufgabe schuf der Bundesrat einen grenztierärztlichen Dienst. Die 1909 vom Bundesrat erlassene Verordnung betreffend die Untersuchung der Einfuhrsendungen von Fleisch und Fleischwaren hielt fest, dass der Grenztierarzt Tiere, Fleisch und Fleischwaren nicht nur unter dem Aspekt des Gesundheitsschutzes, sondern auch unter demjenigen des Täuschungsschutzes prüfen muss.
Am 14. November 1914 wandelte der Bundesrat die Abteilung Viehseuchenpolizei in ein vollwertiges Bundesamt um. Das neue Amt, das damals Schweizerisches Veterinäramt hiess, wurde mit acht Stellen besetzt (heute sind es rund zwanzig mal soviele). Seit 1979 trägt das Amt den Namen Bundesamt für Veterinärwesen.
Als das Schweizerische Veterinäramt 1914 gegründet wurde, waren Rinderpest und Lungenseuche der Rinder bereits eingedämmt worden, der Rotz und die Tollwut bei Haustieren gingen erheblich zurück. Grössere Probleme zeigten sich aber bei der Maul- und Klauenseuche, die durch den zunehmenden internationalen und inländischen Verkehr mit Tieren und Tierprodukten an Gefährlichkeit gewann. Ein 1917 erlassenes neues Tierseuchengesetz stellte denn auch vorab das Instrumentarium zur Bekämpfung der Maul- und Klauenseuche bereit. Doch erst die obligatorische Schutzimpfung des gesamten Rinderbestandes ab 1966 brachte aber den Sieg über diese gefürchtete Geissel der Landwirtschaft. Auch die Bekämpfung der Rindertuberkulose wurde in Angriff genommen. Am 29. März 1950 wurde dazu ein eigenes Gesetz erlassen: Das Bundesgesetz zur Bekämpfung der Rindertuberkulose. Ende 1959 wurde die Erreichung der Tuberkulosefreiheit des schweizerischen Rinderbestandes gemeldet. Das Gewicht dieses Ereignisses lässt sich daran messen, dass das damalige Eidgenössische Veterinäramt dazu eine eigene Festschrift publizierte.
Vor grosse Herausforderungen stellte die Schweizer Veterinärbehörden die im Herbst 1977 unvermutet ausbrechende Infektiöse Bovine Rhinotracheitis. Die Bekämpfung dieser Seuche, die von den Landwirten wegen des Kürzels IBR/IPV nur Buchstabenseuche genannt wurde, nahm zehn Jahre in Anspruch. Die Seuche konnte in der Schweiz ausgerottet werden – mit grossem Einsatz auf allen Stufen der Veterinärbehörden und der Landwirtschaft. Die Kosten betrugen annähernd 135 Millionen Franken.
In den 1990er-Jahren stand die Bekämpfung zweier Seuchen im Vordergrund: Einerseits der Klassischen Schweinepest, die 1993 im Kanton Bern ausgebrochen war, andererseits der Bovinen spongiformen Enzephalopathie (BSE). Die Klassische Schweinepest konnte bei den Hausschweinen rasch ausgerottet werden und ist seither nur noch gelegentlich bei Wildschweinen (1999 im Tessin) aufgetreten. Die Bekämpfung der BSE (erster Fall in der Schweiz 1990) zog sich dagegen bis über die Jahrtausendwende hin. Erst 2006 wurden die letzten fünf Fälle registriert (gemäss Informationen auf der Webseite des Bundesamts für Veterinärwesen).
2012 wurde das Bundesamt für Veterinärwesen (BVET) vom Eidgenössischen Volkswirtschaftsdepartement (EVD) ins Eidgenössische Departement des Innern (EDI) transferiert, um im Bereich der Lebensmittelsicherheit Schnittstellen zwischen den Departementen zu streichen. Mit der Vereinigung des Bundesamtes für Veterinärwesen (BVET) und der Abteilung Lebensmittelsicherheit des Bundesamts für Gesundheit (BAG) zum Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) per Anfang 2014 wurden weitere Schnittstellen entlang der Lebensmittelkette eliminiert und Synergien können genutzt werden.
Zu den Hauptaufgaben des BLV gehören Tiergesundheit, Tierwohl, sichere Lebensmittel, Gebrauchsgegenstände und Kosmetika sowie eine gesunde Ernährung. Dazu kommt das Schaffen guter Rahmenbedingungen für den Export von Nahrungsmitteln tierischer Herkunft. Zudem überwacht das BLV den grenzüberschreitenden Verkehr und Handel mit Tieren und Pflanzen (gemäss dem CITES-Abkommen) sowie mit tierischen Erzeugnissen und Lebensmitteln Herkunft.
Aufgaben im Bereich der Gesundheit von Tier und Mensch berühren naturgemäss auch den Kompetenzbereich anderer Bundesämter. Eng ist die Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Landwirtschaft (BLW, insbesondere auch im Bereich Agroscope Liebefeld/Posieux) und dem Bundesamt für Umwelt (BAFU). Mit dem Institut für Virologie und Immunologie (IVI) unterhält das BLV eine eigene Forschungseinrichtung.
Die Basis zum Vollzug und zur Umsetzung des Lebensmittelrechts bilden das Lebensmittelgesetz, die Lebensmittel- und Gebrauchsgegenständeverordnung sowie weitere Verordnungen, die sich darauf abstützen. Die Kantone sind für den Vollzug zuständig und sorgen innerhalb ihrer Zuständigkeit für die Lebensmittelkontrolle.
Der Vollzug des Tierseuchen-, Tierschutz- und Lebensmittelrechts im Inland ist in der Schweiz Sache der Kantone. Zu diesem Zweck besteht in jedem Kanton ein kantonaler Veterinärdienst, der in enger Zusammenarbeit mit den anderen kantonalen Behörden und dem BLV vorbeugende Massnahmen trifft, Bekämpfungsaktionen anordnet und Kontrollen durchführt. Der Vollzug bei der Einfuhr von Fleisch, Fleischerzeugnissen, lebenden – und insbesondere geschützten – Tieren ist dagegen Sache des Bundes. Aufgrund der bilateralen Abkommen mit der Europäischen Union ist der grenztierärztliche Dienst heute vor allem an den beiden Flughäfen Zürich und Genf aktiv.
Auf internationaler Ebene arbeitet das BLV intensiv in verschiedenen Organisationen mit. Im Europarat werden vor allem Anliegen des Tierschutzes behandelt. Die Mitarbeit in der Weltorganisation für Tiergesundheit (Office International des EPizooties, OIE), das im internationalen Handel die Standards für Tiere und tierische Erzeugnisse im Rahmen der Welthandelsorganisation (WTO) setzt, dient der Harmonisierung der Seuchenbekämpfung auf internationaler Ebene.
Als schweizerische Vollzugsbehörde spielt das BLV im Rahmen des Washingtoner Artenschutzübereinkommens (CITES) eine wichtige Rolle. Dieses Übereinkommen regelt den internationalen Handel mit gefährdeten Arten frei lebender Tiere und Pflanzen. Das BLV trägt hier mit seiner Kontrollfunktion dazu bei, dass in der Natur bereits stark gefährdete Wildtiere und Pflanzen nicht durch den Handel noch mehr dezimiert werden. Ähnliche Anliegen vertritt das BLV auch in der Internationalen Walfangkommission (IWC). Weiter von grosser Bedeutung ist auch die Mitarbeit in der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation (FAO) sowie in der Weltgesundheitsorganisation (WHO).
Seit die Schweiz mit der Europäischen Union im Rahmen der bilateralen Verträge auch ein Abkommen über den Handel mit landwirtschaftlichen Erzeugnissen geschlossen hat, ist naturgemäss auch die Zusammenarbeit mit den Veterinärbehörden der Europäischen Union intensiv.
In der Organisationsverordnung für das Eidgenössische Departement des Innern wird der Auftrag des BLV wie folgt festgelegt:
46.930667.42093Koordinaten: 46° 55′ 50″ N, 7° 25′ 15″ O; CH1903: 598652 / 197730

Ottersbachtal

Blick über das Ottersbachtal
Das Ottersbachtal ist ein Tal in der Gemeinde Eitorf im nordrhein-westfälischen Rhein-Sieg-Kreis. Der namensgebende Ottersbach ist ein rechter Nebenlauf der Sieg. Im Ottersbachtal liegen die Orte Rankenhohn, Kreisfeld, Ober-, Mittel- und Niederottersbach, Wilbertzhohn, Köttingen, Kehlenbach und Halft der Gemeinde Eitorf. Das linke Bachufer gehört teilweise zu den Windecker Ortsteilen Altenherfen, Lüttershausen, Rieferath und Ringenstellen. Diese liegen im Tal des Rieferather Baches, der bei Niederottersbach in den Ottersbach mündet.
Die durch den Ottersbach betriebenen Mühlen in Kreisfeld, Niederottersbach und Halft sind heute außer Betrieb. 1644 wird in einer Urkunde auf eine 1636 im Dreißigjährigen Krieg untergegangene Ölmühle oberhalb des Wissbonnes verwiesen. Als deren Besitzer wurden Junker Adolf Quadt zu Isengarten, Jan Lambertz Erben aus Wissbonnen und letztlich Henrich Khoengen zu Halft genannt.
Die Ortschaften im Ottersbachtal sind heute durch eigenes Vereinsleben miteinander verbunden, dessen Höhepunkt der Ottersbacher Erntedankzug ist, dem einzigen in der Gemeinde Eitorf. Mit den Ortschaften der Herchener Höhe wird der Fußballverein SV Höhe getragen, der auch Jugendmannschaften unterhält.
Der Ottersbach bei Mittelottersbach
Das Dreifaltigkeitskreuz im Ortsteil Köttingen
Das Erntepaar 2007