John Suckling

John Suckling (* 10. Februar 1609 in Whitton, Middlesex; † 1642 in Paris) war ein englischer Höfling, Dichter und Dramatiker, der zu den Cavalier poets gezählt wird.
Suckling stammte aus einer angesehenen Familie aus Norfolk, studierte ab 1623 in Cambridge und ab 1627 am Gray’s Inn. Beim Tod seines Vaters 1626 erbte er bedeutenden Grundbesitz. 1630 wurde er geadelt. Suckling diente in den Niederlanden und unter Gustav II. Adolf im Dreißigjährigen Krieg und ab Mai 1632 wieder am englischen Hof. Er war Gentleman of the Privy Chamber bei König Karl I. und am Hof als Spieler (Karten, Bowling)- man schrieb ihm die Erfindung von Cribbage zu – und wegen amouröser Affären bekannt. Er war ein Freund der Dichter Thomas Carew, Richard Lovelace und William Davenant. 1639 nahm er an der Seite von Karl I. an den Bischofskriegen teil mit einer eigenen, von ihm ausgerüsteten Truppe. 1641 nahm er an einer Verschwörung teil, um den Earl of Strafford aus dem Tower zu befreien. Als diese aufflog floh er nach Frankreich, wo er wahrscheinlich Suizid mit Gift beging.
Von ihm stammen vier Theaterstücke, darunter die Tragödie Aglaura (veröffentlicht 1638), die zweimal vor Karl II. aufgeführt wurde und sein Gedicht Why so pale and wan, fond lover ? enthielt, und die Komödie The Goblins (1638), die von Shakespeares Sturm inspiriert war. Er ist aber vor allem für seine Gedichte bekannt, unter anderem A ballad upon a wedding und das satirische A sessions of the poets.
Sein Werk erschien überwiegend 1646 postum als Fragmenta aurea.

Chiloé

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Chiloé (spanisch Isla Grande de Chiloé, deutsch „große Insel von Chiloé“) ist eine chilenische Insel. Sie ist nach der Feuerland-Hauptinsel, die zur Hälfte zu Argentinien gehört, die zweitgrößte Insel des Landes. Die Hauptinsel des Chiloé-Archipels gehört zur Región de los Lagos und bildet dort mit mehreren vorgelagerten Inseln die Provinz Chiloé.

Die Insel wird durch den zwei Kilometer breiten Kanal von Chacao im Norden, den 50 km breiten Golf von Ancud im Osten und vom Golf von Corcovado im Südosten vom Festland getrennt.
Die Küste Chiloés ist an der Ost- und Westseite gleichmäßig hoch und steil. Im Osten ist sie reich an Vorsprüngen und natürlichen Häfen, im Westen dagegen relativ einförmig und ungegliedert. Die Hügelkette Cordillera de Piuchué im Inselinneren erreicht bis zu 866 m Höhe.
Die Bewohner von Chiloé werden als Chiloten bezeichnet, von denen viele von dem Volk der Huilliche abstammen.
Das Klima ist mild, aber außerordentlich feucht; Regen ist überaus häufig (bei Ancud fallen jährlich 2035 mm), namentlich im Westteil der Insel. Die hohe Feuchtigkeit erklärt die starke Entwicklung der Vegetation, die der fruchtbare Boden noch befördert.
Die Insel gilt neben Peru als eine der möglichen Urheimaten der Kartoffel.
1540 erkundete Alonso de Camargo die Küstenlinien der Insel vom Schiff aus. Erstmals von einem Europäer betreten wurde die Insel am 8. November 1553 von Francisco de Ulloa. 1559 betrat Juan Fernández Ladrillero die Insel und nahm Kontakt zu Einheimischen auf. Francisco de Villagra erforschte 1563 die Insel Quinchao vor Abtao. Die Hauptstadt Castro an der Ostküste wurde am 12. Februar 1567 durch den spanischen Kapitän Martín Ruiz de Gamboa gegründet.
1608 erreichten die ersten Jesuiten die Insel und errichteten 1612 die erste Kirche. 1628 besuchte Vazquez de Espinosa die Insel und berichtete von Getreide- und Bohnenanbau der Huilliche.
1788 wurde die Hauptstadt nach Ancud verlegt, worauf Chacao verfiel. 1814 zogen die spanischen Royalisten mit vielen Soldaten aus Chiloé in die Schlacht von Rancagua. Im Januar 1826 eroberten chilenische Truppen die Stadt Ancud, die von den Spaniern unter Coronel Antonio de Quintanilla verteidigt wurde. Im Vertrag von Tantauco fiel Chiloé an Chile. Jose Santiago Aldunate wurde der neue Gouverneur von Chiloé.
Am 7. Februar 1866 kam es im Spanisch-Südamerikanischen Krieg zum Seegefecht bei Abtao nördlich der Insel Chiloé. Bei dem zweistündigen Gefecht gab es allerdings auf beiden Seiten keinen nennenswerten Treffer.
Im Jahr 1882 zählte die Insel 73.041 Einwohner, zum größten Teil indigene Huilliches. Sie waren schon lange von den Spaniern unterworfen und zum Christentum missioniert worden.
1912 wurde die Eisenbahnstrecke von Ancud nach Castro errichtet, um das Innere der Insel besser zu erschließen.
Am 22. Mai 1960 wurden viele Städte auf Chiloé von einem sehr schweren Erdbeben der Stärke 9,5 auf der Momenten-Magnituden-Skala stark zerstört.
2005 erhielt die deutsche Hochtief AG den Auftrag zum Bau der Hängebrücke Puente Bicentenario de Chiloé, die Chiloé bei Chacao mit dem Festland hätte verbinden sollen. Der Bau der Brücke wurde allerdings gestoppt. Mit einer Länge von 2,6 km wäre sie eine der größten Hängebrücken Südamerikas geworden als Teil des Panamericana-Highways, der bereits durch die Insel führt.
Die Inselbewohner leben hauptsächlich vom Tourismus, dem Fischfang, der Lachszucht und der Landwirtschaft.
Chiloé ist bekannt durch die Mythologie, die dort noch von den Huilliches abstammt und trotz starken Katholizismus auf der Insel nicht verdrängt wurde. Bekannteste Sagengestalten sind der Trauco und das Caleuche, ein Geisterschiff, das als ein schönes Segelschiff mit den Klängen einer Feier an Bord erscheint, aber schnell wieder verschwindet oder sich durch Untertauchen versteckt.
Ein Teil der typischen Holzkirchen der Insel und auf benachbarten, kleineren Inseln wurde 2000 in das Weltkulturerbe der UNESCO aufgenommen. Von diesen Kirchen liegen auf der Hauptinsel:
Der Nationalpark Chiloé liegt im Westen der Insel.
2007 hat das amerikanische Magazin „National Geographic Traveller“ mit Hilfe einer Jury aus Fachleuten (Geographen, Tourismusforscher, etc.) ein Ranking von 111 Inselparadiesen gemacht. Chiloé erreichte dabei den dritten Platz.

National Science Foundation

Die National Science Foundation (NSF) ist eine unabhängige Einrichtung der Regierung der Vereinigten Staaten mit Sitz in Arlington, Virginia, deren Aufgabe die finanzielle Unterstützung von Forschung und Bildung auf allen Feldern der Wissenschaften mit Ausnahme der Medizin ist. Sie wurde am 10. Mai 1950 gegründet. Mit einem jährlichen Budget von ca. 6,9 Milliarden Dollar (2010) repräsentiert sie 20 Prozent der gesamten Zuschüsse der US-Regierung für Grundlagenforschung an Hochschulen. In einigen Bereichen wie Mathematik, Informatik, Wirtschaftswissenschaften und Sozialwissenschaften ist die NSF die Hauptdrittmittelquelle für Forschung. Pro Jahr werden etwa 40.000 Projektanträge gestellt, von denen etwa 10.000 gefördert werden. Seit Oktober 2010 führt Subra Suresh die NSF.

Die NSF ist in sieben Direktorate organisiert:
Andere nationale Forschungsförderungseinrichtungen der USA sind die National Aeronautics and Space Administration (NASA) und das National Institutes of Health (NIH). Auf militärischem Gebiet ist die Defense Advanced Research Projects Agency (DARPA) bedeutend.
Vergleichbare Einrichtungen sind die Deutsche Forschungsgemeinschaft, der Schweizerische Nationalfonds und die britische Royal Academy of Engineering.

Landtagswahl in Tirol 2008

Die Landtagswahl in Tirol 2008 fand am 8. Juni 2008 statt. Bei den Wahlen traten neben den im Tiroler Landtag vertretenen Parteien ÖVP, SPÖ und Grüne, die FPÖ, die Liste Fritz Dinkhauser des Arbeiterkammerpräsidenten Fritz Dinkhauser (FRITZ), die KPÖ, sowie Die Christen (DC) an. Nach dem Endergebnis verlor die ÖVP bei der Landtagswahl erstmals in der Geschichte ihre absolute Mandatsmehrheit in Tirol. Auch die SPÖ und die Grünen mussten schwere Verluste hinnehmen. Fritz Dinkhauser erreichte mit seiner Bürgerliste aus dem Stand den zweiten Platz und kürte sich zum Wahlsieger der Landtagswahl. Die FPÖ konnte ihren Mandatsstand verdoppeln. Die KPÖ und Die Christen scheiterten klar am Einzug in den Landtag.

Aus der Landtagswahl 2003 war die FPÖ als großer Verlierer hervorgegangen. Sie hatte mehr als 11 Prozent der Stimmen verloren und erreichte mit rund 8 Prozent der Stimmen nur noch den vierten Platz der im Landtag vertretenen Parteien. Die ÖVP konnte trotz starker Stimmverluste auf Grund der sinkenden Wahlbeteiligung um rund 3 Prozent Stimmenanteil zulegen. Sie verfehlte mit 49,9 Prozent der Stimmen zwar knapp die absolute Mehrheit der Stimmen, erreichte aber die absolute Mandatsmehrheit. Die SPÖ konnte ihre Stimmenzahl fast halten und legte um rund 4 Prozent auf einen Stimmanteil von 25,9 Prozent zu. Die größten Gewinne verzeichneten die Grünen, die ihren Stimmanteil auf 15,6 Prozent beinahe verdoppeln konnten. Die KPÖ konnte ihren Stimmanteil ebenfalls stark von 0,1 Prozent auf 0,7 Prozent erhöhen.
Nach der Landtagswahl bildete die ÖVP mit der SPÖ eine Koalitionsregierung, obwohl die ÖVP eine absolute Mehrheit der Mandate hielt und auch alleine hätte regieren können. Die ÖVP erhielt sechs Regierungssitze, die SPÖ zwei. Herwig van Staa wurde als Landeshauptmann bestätigt, zum ersten Landeshauptmann-Stellvertreter wurde der SPÖ-Parteivorsitzende Hannes Gschwentner gewählt. Die beiden FPÖ-Abgeordneten Wilfried Tilg und Erich Rappold wechselten während der Gesetzgebungsperiode kurzzeitig zum BZÖ, gründeten aber bereits kurz danach eine eigene Partei, die Freie Partei Tirol (FPT). Die FPT plante für die Landtagswahl 2008 ein Wahlbündnis mit dem BZÖ, das jedoch nicht zu Stande kam. Daher sagten die beiden Abgeordneten Anfang Mai 2008 die Kandidatur bei der Landtagswahl ab.
Der Tiroler Landtag beschloss am 30. Jänner 2008 eine umfassende Wahlrechtsreform. Neben der Senkung des passiven und aktiven Wahlrechts wurde auch die Zulassung von „Auslandstirolern“ zur Wahl sowie die Briefwahl ermöglicht. Durch die Gesetzesänderung war bei der Landtagswahl 2008 jeder Landesbürger wahlberechtigt, der am Wahltag, dem 8. Juni 2008, das 16. Lebensjahr vollendet hatte. Wahlberechtigte mussten zudem über die österreichische Staatsbürgerschaft und einen Hauptwohnsitz in Tirol verfügen und durften vom Wahlrecht nicht ausgeschlossen sein. Ein Ausschluss vom Wahlrecht bestand, wenn ein inländisches Gericht einen Bürger wegen einer oder mehrerer mit Vorsatz begangener strafbarer Handlungen zu einer mehr als einjährigen Freiheitsstrafe rechtskräftig verurteilt hatte. Nach der Wahlrechtsreform 2008 durften an der Wahl erstmals auch österreichische Staatsbürger teilnehmen, die vor der Verlegung ihres Hauptwohnsitzes in das Ausland diesen in Tirol hatten und alle anderen Voraussetzung für die Stimmberechtigung erfüllten. Das Wahlrecht wurde diesen Bürgern für die Dauer ihres Aufenthaltes im Ausland, längstens jedoch für zehn Jahre, gewährt. Das passive Wahlrecht wurde mit der Wahlrechtsreform ebenfalls gesenkt. Dadurch erhielten alle aktiv Wahlberechtigten für die Landtagswahl 2008 das passive Wahlrecht, soweit sie am Wahltag das 18. Lebensjahr vollendet hatten.
Am 20. März 2008 wurde vom Landtag die Vorverlegung der Landtagswahl, die regulär im Herbst 2008 stattfinden hätte sollen, mit den Stimmen von ÖVP, SPÖ und Grünen beschlossen. Als Wahltag wurde der 8. Juni 2008 bestimmt. Lediglich die Abgeordneten der Freien stimmten gegen eine Vorziehung der Wahl. Die Vorverlegung der Wahl erfolgte auf Antrag der Landesregierung, da durch die Regierungskrise im Bund ein Zusammenfallen von Neuwahlen des Nationalrats mit der Landtagswahl befürchtet wurde.
Während Personen mit Hauptwohnsitz in Tirol automatisch in die Wählerevidenz eingetragen wurden, mussten „Auslandstiroler“ sich rechtzeitig in der jeweiligen Gemeinde in die Wählerevidenz eintragen lassen. Hierfür war ein entsprechender Antrag erforderlich, der in jeder technisch möglichen Weise eingebracht werden konnte. Nach der Wahlrechtsreform war neben der persönlichen Stimmabgabe in der Heimatgemeinde und der Wahl mittels Wahlkarte erstmals auch die Briefwahl ermöglicht worden. Mit einer Wahlkarte konnten die Wahlberechtigten in jedem Wahllokal in Tirol wählen, das Wahlkarten annahm oder ihre Stimme bei Vorliegen einer Bettlägerigkeit einer „fliegenden Wahlkommission“ vor Ort abgeben. Durch die Einführung der Briefwahl war es bei der Landtagswahl 2008 erstmals möglich, die Wahlkarte ab dem Erhalt bis zum Schließen des letzten Wahllokals in Tirol per Post aus dem In- oder Ausland an die zuständige Kreiswahlbehörde zu senden. Die Wahlkarte musste spätestens am achten Tag nach dem Wahltag bis 12.00 Uhr einlangt sein. Der Antrag auf Ausstellung einer Wahlkarte erfolgte beim Bürgermeister der Gemeinde, in der der Wähler in der Wählerevidenz aufschien. Der Antrag muss bis spätestens am vierten Tag vor dem Wahltag schriftlich oder bis spätestens am zweiten Tag vor der Wahltag (12:00 Uhr) mündlich erfolgen.
Die ÖVP zog mit Landeshauptmann Herwig van Staa als Spitzenkandidat in die Tiroler Landtagswahl. Im Zentrum des ÖVP-Wahlkampfs standen die Erfolge der ÖVP in der bisherigen Regierungszeit und die Fortsetzung des Regierungskurses. Wichtige Themenfelder des ÖVP-Wahlprogramms waren Sicherheit, leistbares Wohnen, die Sicherung der Gesundheitsversorgung, den Ausbau der Schiene und die Sicherung der Arbeitsplätze bei gerechtem Einkommen.
Landeshauptmann van Staa kündigte an, mindestens 40 Prozent der Stimmen erreichen zu müssen, um eine Koalition zwischen SPÖ, Grünen und Dinkhauser verhindern zu können. Van Staa ließ sich vor der Wahl alle Koalitionsvarianten offen, bezeichnete jedoch eine Zusammenarbeit mit Fritz Dinkhauser als die „unwahrscheinlichste Variante“.
Die SPÖ kandidierte bei der Landtagswahl mit dem Spitzenkandidaten und Vorsitzenden der SPÖ Tirol Hannes Gschwentner. In ihrem Wahlprogramm „Es ist genug für alle da.“ stellte die SPÖ die Arbeitsplatzsicherung, die Garantie auf Bildung und die Absicherung des Gesundheitssystems ins Zentrum. Weitere wichtige Themenfelder der SPÖ waren Alltagsbedingungen der Arbeitnehmer, die Zukunft der Jugend, die Chancengleichheit der Frauen und die Sicherheit der älteren Generation. In ihrem Plakatwahlkampf forderte die SPÖ eine Verbesserung der Kinderbetreuung, die Senkung der Wohnkosten, mehr Arbeit für junge Menschen und die Erhöhung der Einkommen.
Als Wahlziel nannte Gschwendtner das Halten der neun Landtagsmandate und eine Fortführung der Regierungsbeteiligung. Gschwentner kündigte an, nach der Wahl mit allen Parteien reden zu wollen. Jedoch hielt der Spitzenkandidat auf Grund der Ausländerpolitik der FPÖ es nicht für wahrscheinlich, dass die Gespräche „über ein vorsichtiges Sondieren“ hinausgehen würden.
Die Grünen nominierten für die Landtagswahl den Landessprecher der Tiroler Grünen und Klubobmann im Landtag Georg Willi als Spitzenkandidaten. In ihrem Wahlprogramm „Tirol kriegt die Kurve“ traten die Grünen gegen den „Postenschacher“ der ÖVP auf und forderten die Rückgabe der Gemeindegründe von den Agrargemeinschaften. Weitere Themen der Grünen waren der Naturschutz und sanfter Tourismus, die Reduzierung des Transits, der Ausbau des öffentlichen Verkehrs, Frauen-, Familien- und Jugendförderung sowie die „Energiewende“.
Als Wahlziel gab Georg Willi das Erreichen von 20 Prozent Stimmanteil aus. Parteichef Alexander Van der Bellen trat zudem für eine Regierungsbeteiligung nach der Wahl ein. Willi kündigte jedoch an, nur mit einer ÖVP ohne Landeshauptmann Van Staa und Landesrat Anton Steixner koalieren zu wollen. Eine Koalition mit der FPÖ schlössen die Grünen prinzipiell aus.
Die FPÖ trat bei der Landtagswahl 2008 in Tirol mit ihrem Landesparteiobmann und Nationalratsabgeordneten Gerald Hauser als Spitzenkandidaten an. Die FPÖ war nach der Abspaltung des BZÖ nicht im Landtag vertreten, da sich die beiden gewählten FPÖ-Landtagsabgeordneten dem BZÖ zugewendet hatten und aus der FPÖ ausgeschlossen wurden. Sie hatten in der Folge die Freie Partei Tirol (FPT) gegründet, sagten jedoch ihre geplante Kandidatur wenige Wochen vor der Wahl ab.
Die FPÖ sprach sich im Wahlkampf gegen den EU-Reformvertrag und die „Islamisierung Tirols“ aus, wobei die FPÖ unter anderem ein Bauverbot für Moscheen und Minarette forderte. Des Weiteren forderte die FPÖ im Wahlkampf eine „Minuszuwanderung“. FPÖ-Chef Hauser sprach sich zudem für die Bekämpfung der Armut in Tirol aus und forderte eine Stärkung der Familien. Familienbeihilfe, Kindergeld sowie umfangreiche Gesundheitsleistungen und geförderte Wohnungen sollen jedoch nur österreichischen Staatsbürger erhalten. Als Wahlziel nannte Hauser die Erreichung eines zweistelligen Ergebnis sowie drei bis vier Landtagsmandate. Eine Koalition würde Hauser mit allen Parteien außer den Grünen bilden, jedoch kündigte er an, einen Wahlverlierer nicht zum Landeshauptmann zu wählen.
Die KPÖ trat bei der Landtagswahl 2008 mit dem Listennamen Jugendpolitische Liste mit der kommunistischen Jugend (KPÖ) an. Eine landesweite Kandidatur wurde durch die Unterstützungserklärungen der Grünen Landtagsabgeordneten erstmals seit 1961 ermöglicht. Wie der Listenname verdeutlicht setzt sich die KPÖ in ihrem Wahlkampf insbesondere für Jugendliche ein. So fordert die KPÖ unter anderem eine Bildungsreform, eine Ausbildungsverpflichtung für Betriebe und die Einbeziehung der jungen Bevölkerung in alle wichtigen Institutionen. Des Weiteren forderte die KPÖ eine Arbeitszeitsenkung bei vollem Lohnausgleich, Mindestlöhne, die Gleichberechtigung der Frau, leistbares Wohnen und den Ausbau des öffentlichen Verkehrs. Der jugendpolitische Ansatz des KPÖ-Wahlkampfs wurde durch das Alter der drei Listenersten, die jeweils unter 30 Jahre alt sind, unterstrichen. Spitzenkandidat der KPÖ Tirol war der Schlosserlehrling Julian Nothdurfter, der zur Zeit der Landtagswahl 18 Jahre alt war.
Die Christen traten nach der Landtagswahl in Niederösterreich 2008 zum zweiten Mal bei Wahlen an. Spitzenkandidat der 2005 gegründeten Partei war der Landesobmann und pensionierte Versicherungsberater Franz Lair. Die Partei setzte sich in ihrem Wahlkampf nach eigenen Angaben für die Umsetzung der „christlichen Werte“ ein. Im Vordergrund standen dabei der „Schutz des Lebens von der Empfängnis bis zum natürlichen Tod“ und die „Ehe als treue Liebes- und Lebensgemeinschaft zwischen Mann und Frau“. Des Weiteren forderten Die Christen eine umfassende Entlastung von Familien.
Die Liste Fritz Dinkhauser – Bürgerforum Tirol wurde von Spitzenkandidat Fritz Dinkhauser gegründet und trat bei der Landtagswahl 2008 erstmals bei Wahlen an. In ihrem Wahlprogramm bezeichnet die Liste die „gerechte Verteilung, das Beenden der Seilschaften und eine Politik, die den Menschen in den Mittelpunkt stellt“ als zentrale Themen. Zu den Forderungen der Bürgerliste zählten leistbares Wohnen, Familienförderung, ein umfangreiches Sozialpaket sowie eine Bildungsoffensive. Weitere Anliegen der Bürgerliste waren die Rückgabe von Grund und Boden der Agrargemeinschaften an die Gemeinden sowie die Stärkung der rechtlichen Stellung des Landes Tirol und der Gemeinden. Neben Dinkhauser war der auf Platz drei gereihte Obmann des Transitforums Austria Fritz Gurgiser der prominenteste Kandidat.
Als Mindestziel setzte Dinkhauser das Überspringen der Marke von zehn Prozent an. Für eine mögliche Koalition präferierte er nach der Wahl eine Zusammenarbeit mit der SPÖ und den Grünen. Eine Zusammenarbeit mit Landeshauptmann Van Staa schloss Dinkhauser dezidiert aus; am 1. Juni kündigte er an, auch mit allfälligen Nachfolgern nicht zusammenarbeiten zu wollen. Drei Tage später erklärte Dinkhauser jedoch, unter Bedingungen für eine Koalition mit der ÖVP zur Verfügung zu stehen.
Für den Landtagswahlkampf 2008 wendeten die Tiroler Parteien mehr als 3 Millionen Euro auf. Über das höchste Wahlkampfbudget verfügte die ÖVP, die sich den Wahlkampf 1,5 Millionen Euro kosten ließ. Dies waren um 300.000 Euro mehr als bei der Wahl 2003. Nicht mit eingerechnet waren jedoch die Budgets der ÖVP-Teilorganisationen Bauernbund, Wirtschaftsbund oder AAB. Über das zweitgrößte Budget verfügte die SPÖ, die für den Wahlkampf 700.000 Euro aufwendete, 100.000 Euro mehr als 2003. Die Grünen investierten 400.000 Euro in den Wahlkampf, die Liste Dinkhauser brachte 350.000 Euro auf. Die FPÖ gab über ihr Wahlkampfbudget keine Auskünfte. Das Wahlkampfbudget der KPÖ betrug laut eigenen Angaben 5.500 Euro, Die Christen wendeten 10.000 Euro aus Spenden und Ersparnissen für ihren Wahlkampf auf.
Eine Wahlkampfrückerstattung erhielten in Tirol nur jene Parteien, die den Sprung in den Landtag erreichten. Die zur Verfügung stehende Summe wurde entsprechend dem Wahlergebnis zwischen den Parteien aufgeteilt.
Mitte Mai 2008 präsentierte die Tiroler Tageszeitung eine Umfrage des Markt und Meinungsforschungsinstituts „market“ (1.000 Befragte) zur Landtagswahl 2008. Die Umfrage prognostizierte der ÖVP starke Verluste, auch die SPÖ hätte der Umfrage nach deutlich Stimmen eingebüßt. „market“ prognostizierte der ÖVP 39 Prozent und der SPÖ 22 Prozent. Bei der Landtagswahl 2003 hatte die ÖVP noch 49,9 Prozent und die SPÖ 25,9 Prozent erreicht. ÖVP und SPÖ verloren auch im Vergleich zu einer Umfrage vom September 2007, in der die ÖVP noch 44 Prozent und die SPÖ noch 26 Prozent erreicht hatten. „market“ rechnete des Weiteren mit 16 Prozent für die Grünen, mit 13 Prozent für Fritz Dinkhauser und mit 9 Prozent für die FPÖ. Die market-Umfrage erhob auch die Koalitionspräferenzen der Befragten. 28 Prozent der Befragten sprachen sich für eine Weiterführung der ÖVP-SPÖ Regierungskoalition aus. 14 Prozent favorisierten eine Koalition aus ÖVP und der Liste FRITZ, 9 Prozent eine Koalition aus ÖVP und Grünen und 7 Prozent eine ÖVP-FPÖ Koalition. 10 Prozent stimmten für eine Koalition aus SPÖ, Grüne und FRITZ.
Bereits am 10. Mai hatte die Tageszeitung Österreich eine Umfrage des Meinungsinstitutes Gallup veröffentlicht, die ähnliche Ergebnisse erbrachte. Gallup zufolge wäre die ÖVP auf 41 Prozent der Stimmen gekommen, die SPÖ hätte 21 Prozent erzielt. Gallup zufolge konnten die Grünen 18 Prozent und damit leichte Gewinne verbuchen, Die Liste FRITZ mit 12 Prozent sicher im Landtag gewesen. Die FPÖ käme der Umfrage zufolge auf 8 Prozent der Stimmen. Gallup fragte neben den Wahlergebnissen auch ab, welchem Kandidaten die Wähler im Falle einer Landeshauptmanndirektwahl ihre Stimme geben würden. Demnach wäre Amtsinhaber Herwig van Staa lediglich auf 28 Prozent gekommen, Fritz Dinkhauser hätte 22 Prozent erreicht. Landeshauptmannstellvertreter Hannes Gschwentner hätten 14 Prozent, Grünen-Chef Georg Willi 8 Prozent in einer Direktwahl gewählt.
Eine Ende Mai von der Tageszeitung Österreich präsentierte Gallup-Umfrage prognostizierte der ÖVP und der SPÖ noch schwerere Verluste, sie hätten demzufolge nur noch 40 bzw. 19 Prozent erreicht. Auch die Grünen rutschten mit 14 Prozent unter ihre bisherigen Umfragewerte. Die Liste Dinkhauser hätte der Umfrage zufolge 17 Prozent der Stimmen erreicht. Der FPÖ blieben 10 Prozent.
Die ÖVP konnte bei der Landtagswahl 2008 ihre absolute Mandatsmehrheit nicht verteidigen und erreichte nach dem amtlichen Endergebnis mit einem Minus von 9,4 Prozentpunkten nur noch 40,5 Prozent der Stimmen. Die ÖVP Tirol büßte des Weiteren vier ihrer bisher 20 Mandate ein und erzielte das schlechteste Wahlergebnis ihrer Geschichte. Die SPÖ musste noch schwerere Verluste als die ÖVP hinnehmen und kam nach einem Minus von 10,2 Prozentpunkten nur noch auf 15,5 Prozent. Auch für die SPÖ Tirol bedeutete der Wahlausgang das schlechteste Ergebnis seit 1945. Sie verlor vier ihrer neun Mandate und fiel auf den dritten Platz zurück. Den zweiten Platz belegte Fritz Dinkhauser, der mit seiner Liste aus dem Stand 18,4 Prozent der Stimmen und sieben Mandate erzielte. Die FPÖ konnte mit einem Stimmanteil von 12,4 Prozent 4,5 Prozentpunkte hinzugewinnen und ihren Mandatsstand auf vier verdoppeln, blieb jedoch weit hinter den Ergebnissen zurück, die sie noch 1999 erreicht hatte. Die Grünen verloren 4,6 Prozentpunkte und belegten mit 10,7 Prozent nur noch den fünften Platz der kandidierenden Parteien. Zudem mussten die Grünen eines ihrer fünf Mandate abgeben. Den sechsten Platz belegten die Christen, die mit 1,4 Prozent die KPÖ übertrafen. Die KPÖ konnte jedoch ihren Stimmanteil von 0,7 Prozent auf 1,2 Prozent deutlich steigern. Beide Parteien verfehlten jedoch deutlich die Fünf-Prozent-Hürde für den Einzug in den Landtag.
Bei der Landtagswahl in Tirol konnten Vorzugsstimmen nur in den Bezirkswahlkreisen, jedoch nicht auf Landesebene vergeben werden. Die Zahlen sind daher auf Grund der unterschiedlichen Anzahl an Wahlberechtigten in der Wahlkreisen nur bedingt vergleichbar. Die höchste Anzahl an Vorzugsstimmen erreichten Landesrat Anton Steixner (ÖVP), vor Landesrat Erwin Koler (ÖVP) und dem stellvertretenden Klubobmann Jakob Wolf. Landeshauptmann Herwig van Staa erzielte lediglich die fünfthöchste Anzahl. Die ersten 14 Plätze wurde fast ausschließlich von ÖVP-Politikern belegt, lediglich Fritz Dinkhauser erreichte die achthöchste Anzahl an Vorzugsstimmen. SPÖ-Chef Hannes Gschwentner belegte mit 2.741 Stimmen Platz 15, FPÖ-Spitzenkandidat Gerald Hauser mit 2.423 Stimmen Platz 16 und der Grüne Klubobmann Georg Willi mit 2.184 Stimmen Platz 18.
Für die Landtagswahl in Tirol veröffentlichte das Sozialforschungsinstitut SORA nach der Wahl eine Wählerstromanalyse. Der Analyse zufolge verlor die ÖVP vor allem Stimmen an die Nichtwähler (16.000 Stimmen), an FRITZ (7.000) und die FPÖ (4.000). Lediglich von der SPÖ konnte die ÖVP 3.000 Stimmen gewinnen. Die SPÖ büßte die meisten Stimmen an die Gruppe der Nichtwähler (15.000) ein, verlor jedoch auch an die Liste FRITZ (9.000) und die FPÖ (5.000). Fritz Dinkhauser erhielt die meisten seiner Stimmen von ehemaligen Nichtwählern (30.000) und konnte zudem von allen etablierten Parteien Stimmen abziehen. Die meisten Stimmen erhielt FRITZ von der SPÖ (9.000), gefolgt von den Grünen (8.000), der ÖVP (7.000) und der FPÖ (5.000). Auch die FPÖ konnte stark bei den Nichtwählern punkten. Sie konnte 9.000 Stimmen aus dieser Gruppe von sich überzeugen und konnte zudem 5.000 ehemalige SPÖ-Wähler sowie 4.000 ehemalige ÖVP-Wähler überzeugen. Die Grünen verloren ihre Stimmen an die Liste FRITZ (8.000) und die Nichtwähler (5.000).
Nach den Wahlniederlage der ÖVP am 8. Juni trat Herwig van Staa am 23. Juni von seiner Funktion als Landeshauptmann zurück. Zu seinem Nachfolger wurde der damalige Innenminister Günther Platter bestimmt. Trotz der schweren Verluste setzten ÖVP und SPÖ die Koalition in Tirol fort. Die FPÖ blieb auch nach der Wahl bei ihrer Ankündigung, keinen der Wahlverlierer zum Landeshauptmann zu wählen. Die ÖVP führte mit Fritz Dinkhauser keine Koalitionsgespräche, nachdem Dinkhauser auch nach der Wahl den Rücktritt von Landeshauptmann van Staa und Landesrat Steixner gefordert hatte. Ein weiterer Grund für das Scheitern einer Koalition zwischen ÖVP und Dinkhauser war die Ablehnung des Brennerbasistunnels, des Ausbaus der Wasserkraft und der Realisierung des Tschirganttunnels durch Fritz Dinkhauser.
Die Niederlage der SPÖ bei der Landtagswahl verstärkte den Druck auf SPÖ-Bundeskanzler Alfred Gusenbauer nach den Verlusten bei der Grazer Gemeinderatswahl und der Landtagswahl in Niederösterreich. Gusenbauer musste Mitte Juni den Parteivorsitz an Infrastrukturminister Werner Faymann abgeben. Die fortlaufenden Differenzen zwischen ÖVP und SPÖ auf Bundesebene führten in der Folge zu vorgezogenen Nationalratswahlen. Durch den Erfolg bei der Landtagswahl in Tirol kandidierte Fritz Dinkhauser auch bei der Nationalratswahl, verfehlte dort jedoch den Einzug ins Parlament.
Erste Republik: 1919 | 1921 | 1925 | 1929
Zweite Republik: 1945 | 1949 | 1953 | 1957 | 1961 | 1965 | 1970 | 1975 | 1979 | 1984 | 1989 | 1994 | 1999 | 2003 | 2008 | 2013 | 2018
Monarchie: I. WP (1861–1867) | II. WP (1867–1870) | III. WP (1870-1871) | IV. WP (1871–1877) | V. WP (1877–1883) | VI. WP (1883–1889) | VII. WP (1889–1896) | VIII. WP (1896–1902) | IX. WP (1902–1908) | X. WP (1908–1914) | XI. WP (1914–1918)
Erste Republik: Tiroler Nationalrat (1918-1919) | Verfassungsgebender Landtag (1919-1921) | I. WP (1921–1925) | II. WP (1925–1929) | III. WP (1929–1934) | Ständischer Landtag (1934–1938)
Zweite Republik: I. GP (1945–1949) | II. GP (1949–1953) | III. GP (1953–1957) | IV. GP (1957–1961) | V. GP (1961–1965) | VI. GP (1965–1970) | VII. GP (1970–1975) | VIII. GP (1975–1979) | IX. GP (1979–1984) | X. GP (1984–1989) | XI. GP (1989–1994) | XII. GP (1994–1999) | XIII. GP (1999–2003) | XIV. GP (2003–2008) | XV. GP (2008-2013) | XVI. GP (ab 2013)

Benita Hume

Benita Hume (* 14. Oktober 1906 in London, England; † 1. November 1967 in Egerton, England) war eine englische Schauspielerin.
Hume kam 1923 zur Bühne und debütierte im Jahr darauf beim Film. Dort spielte sie vorwiegend elegante und attraktive Damen in Krimis und Romanzen. Mit Maurice Elveys Krimkrieg-Spionagemelodram Balaclava, von dem 1930 auch eine Tonfassung in den britischen Kinos lief, gelang ihr 1928 der Durchbruch. 1930 spielte sie die weibliche Hauptrolle der Leslie Fullerton in Ivor Novellos Drama Symphony in Two Flats, mit dem Benita Hume auch einigen Erfolg an Londoner und New Yorker Bühnen hatte. 1932 nahm sie ein Angebot in Hollywood an, konnte sich dort aber nicht wirklich durchsetzen. 1955 war sie in der Fernsehserie The Halls of Ivy zu sehen.
Bereits 1938 zog sie sich von der Schauspielerei zurück. Sie war von 1926 bis 1931 mit Eric Otto Siepman verheiratet. Mit dem Schauspieler Ronald Colman war sie von 1938 bis zu seinem Tod im Jahr 1958 verheiratet. Das Paar bekam 1944 eine Tochter, Juliet. Von 1959 bis zu ihrem Tod war sie mit dem Schauspieler George Sanders verheiratet. Benita Hume starb an Knochenkrebs.

Nesselbach (Aisch)

BW
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Der Nesselbach ist ein etwa 9 km langer, ostwärts laufender Bach im Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim in Bayern, der beim Ortsteil Schauerheim der Kreisstadt Neustadt an der Aisch von links und Nordwesten in die mittlere Aisch mündet.
Der Bach entsteht beim Rehhof von Bad Windsheim am Ausfluss eines ersten kleinen Vorteichs und durchfließt kurz nacheinander einen zweiten Vorteich und einen etwa 1,5 ha[BA 4] großen Weiher. Er läuft in einem nur schwach nach links ausholenden Bogen insgesamt etwa ostwärts. Nachdem er das Windsheimer Stadtgebiet verlassen und einen unbesiedelten Südostzipfel der Deutenheimer Teilortsgemarkung von Markt Sugenheim durchquert hat, verläuft er bis zur Mündung ständig im Stadtgebiet von Neustadt an der Aisch. Als nächsten Ort passiert er das Dorf Obernesselbach dicht an der nördlichen Bebauungsgrenze, danach wechselt die ihn vorher rechts begleitende Talstraße Kreisstraße NEA 6 auf die andere Seite. Kurz darauf kreuzt er die talquerende NEA 26 und berührt dabei südlich das Neustädter Pfarrdorf Unternesselbach, weiter abwärts das kleine Dorf Hasenlohe am rechten Ufer. Am Südwestrand von Schauerheim mündet er von links in die mittlere Aisch.
Der Nesselbach verläuft auf ganzer Länge in einer recht flachen Mulde durch offene Flur, oft reichen Acker bis ans Ufer heran. Der fast mäanderlose Graben hat über lange Strecken keinerlei Staudenbewuchs am Ufer. Auf den 9,2 Kilometern seines Laufes hat er ein absolutes Gesamtgefälle von etwa 65 Höhenmetern und damit ein mittleres Sohlgefälle von etwa 7 ‰.
Die Zuflüsse von der Quelle bis zur Mündung sind (Länge nach dem BayernAtlas[BA 2]. Andere Quellen für die Angaben sind vermerkt):
Amtliche Topographische Karte mit passendem Ausschnitt: Lauf und Einzugsgebiet des Nesselbachs Allgemeiner Einstieg ohne Voreinstellungen und Layer: BayernAtlas der Bayerischen Staatsregierung (Hinweise)

Pastinachus

Pastinachus sephen
Die Gattung Pastinachus gehört zur Familie der Stechrochen (Dasyatidae). Die Arten der Gattung leben in weiten Teilen des Indopazifik zwischen dem Roten Meer im Westen sowie dem Ostchinesischen Meer und Melanesien im Osten.

Mehrere Arten leben sympatrisch im Malaiischen Archipel und wurden lange Zeit nicht als getrennte Arten betrachtet, obwohl sie sich sowohl in der Größe, im Verhältnis der Gesamtlänge zur Breite der Flossenscheibe und anderen Merkmalen unterscheiden. Die Flossenscheibe ist rautenförmig (trapezoidal). Der Schwanz besitzt unterseits eine Hautfalte, die bei der ersten beschriebenen Art, Pastinachus sephen, zu dem englischen Trivialnamen Cowtail stingray (Kuhschwanz-Stachelrochen) geführt hat. Die Breite der Falte variiert zwischen den einzelnen Arten. Die Farbe ist graubraun mit einem rötlichen Farbton.
Pastinachus galt lange Zeit als monotypisch, mit Pastinachus sephen als einziger Art. Im Rahmen des australischen CSIRO-Projektes wurden 2005 eine, sowie 2010 zwei weitere neue Arten beschrieben und der Gattung zugeordnet. Auch einige Exemplare der 1883 von Macleay als Taeniura atra beschriebenen Art wurden molekulargenetisch untersucht und mit anderen Arten verglichen, was zur Neuzuordnung als Pastinachus atrus führte.
Kombiniert man die molekulargenetische Verwandtschafts-Analyse der NADH2 DNA, die der Zuordnung von Pastinachus stellurostris diente und die Analyse des COI-Gens, mit der Pastinachus gracilicaudus entsprechend bewertet wurde ergibt sich in etwa das folgende Kladogramm für die Gattung:

Kroatische Frauen-Handballnationalmannschaft

Die kroatische Frauen-Handballnationalmannschaft vertritt Kroatien bei internationalen Turnieren im Frauenhandball.
Der größte Erfolg der kroatischen Mannschaft ist der 5. Platz bei der Europameisterschaft 1994.

Für die Europameisterschaft 2014 sind folgende Spielerinnen nominiert:
Miranda Tatari (ŽRK Podravka Vegeta Koprivnica), Aneta Benko (RK Lokomotiva Zagreb), Tea Grubišić (RK Lokomotiva Zagreb), Anita Gaće (GK Dinamo-Sinara Wolgograd), Ćamila Mičijević (ŽRK Zamet Rijeka), Marta Žderić (ŽRK Budućnost Podgorica), Lidija Horvat (RK Lokomotiva Zagreb), Kristina Elez (ŽRK Podravka Vegeta Koprivnica), Andrea Penezić (ŽRK Vardar SCBT Skopje), Ivana Jelčić (RK Lokomotiva Zagreb), Katarina Ježić (RK Lokomotiva Zagreb), Maja Sokač (ŽRK Vardar SCBT Skopje), Vesna Milanović Litre (Győri Audi ETO KC), Dragica Džono (ŽRK Podravka Vegeta Koprivnica), Žana Marić (SG BBM Bietigheim), Sonja Bašić (RK Lokomotiva Zagreb)
Alle Ergebnisse aus kroatischer Sicht.
Bisher gab es noch keine Länderspiele gegen die österreichische Auswahl.
Bisher gab es noch keine Länderspiele gegen die Schweizer Auswahl.
Männer:  Armenien | Aserbaidschan | Belgien | Bosnien und Herzegowina | Bulgarien | Dänemark | Deutschland | Estland | Färöer | Finnland | Frankreich | Georgien | Griechenland | Island | Israel | Italien | Kosovo | Kroatien | Lettland | Litauen | Luxemburg | Malta | Mazedonien | Montenegro | Niederlande | Norwegen | Österreich | Polen | Portugal | Rumänien | Russland | Schweden | Schweiz | Serbien | Slowakei | Slowenien | Spanien | Tschechien | Türkei | Ukraine | Ungarn | Vereinigtes Königreich | Weißrussland | Zypern 
Ehemalige:  DDR | SFR Jugoslawien | Serbien und Montenegro | Sowjetunion | Tschechoslowakei
Frauen:  Albanien | Bosnien und Herzegowina | Dänemark | Deutschland | Finnland | Frankreich | Griechenland | Island | Israel | Kroatien | Luxemburg | Mazedonien | Montenegro | Niederlande | Norwegen | Österreich | Polen | Portugal | Rumänien | Russland | Schweden | Schweiz | Serbien | Slowakei | Slowenien | Spanien | Tschechien | Türkei | Ukraine | Ungarn | Vereinigtes Königreich | Weißrussland 
Ehemalige:  DDR | SFR Jugoslawien | Serbien und Montenegro | Sowjetunion | Tschechoslowakei
Nationalmannschaften aus:  Afrika | Amerika | Asien | Ozeanien

Japan Ice Hockey League 1971/72

Die Saison 1971/72 war die sechste Spielzeit der Japan Ice Hockey League, der höchsten japanischen Eishockeyspielklasse. Meister wurden zum insgesamt zweiten Mal in der Vereinsgeschichte die Seibu Prince Rabbits. Topscorer mit 29 Punkten wurde Hitoshi Wakabayashi von Meister Seibu Prince Rabbits.

In der Regulären Saison absolvierte jede der fünf Mannschaften insgesamt acht Spiele. Der Erstplatzierte nach der Regulären Saison wurde Meister. Für einen Sieg erhielt jede Mannschaft zwei Punkte, bei einem Unentschieden einen Punkt und bei einer Niederlage null Punkte.
GP = Spiele, W = Siege, L = Niederlagen, T = Unentschieden
1966/67 | 1967/68 | 1968/69 | 1969/70 | 1970/71 | 1971/72 | 1972/73 | 1973/74 | 1974/75 | 1975/76 | 1976/77 | 1977/78 | 1978/79 | 1979/80 | 1980/81 | 1981/82 | 1982/83 | 1983/84 | 1984/85 | 1985/86 | 1986/87 | 1987/88 | 1988/89 | 1989/90 | 1990/91 | 1991/92 | 1992/93 | 1993/94 | 1994/95 | 1995/96 | 1996/97 | 1997/98 | 1998/99 | 1999/00 | 2000/01 | 2001/02 | 2002/03 | 2003/04

Steinhaufengrab

Die Steinhaufengräber (dän. Stendyngegrave) der Jungsteinzeit (nicht zu verwechseln mit den Steinhügelgräbern aus späterer Zeit) sind die mysteriösesten Anlagen in Dänemark. Sie wurden zwischen 3100 und 2800 v. Chr., also in der Endphase der Trichterbecherkultur (TBK) erbaut. Sie bestehen aus mit Steinen gefüllten, zumeist paarweise und in Reihen mit Längen bis zu zwei Kilometern, zumeist neben einer kleinen Totenhütte (dän. dødehus) angelegten Gruben. Mitunter nehmen diese Gruppierungen die Form von Ochsengespannen an, die sich auf einem Treck befinden (Bondesgårde, bei Torsted in Westjütland).
Nachdem der Bau der Großsteingräber abgeklungen war, wurden die Anlagen für Bestattungen nachgenutzt. Aber dies war nicht in allen Landesteilen der Fall. Die Steinhaufengräber kennt man nur in Jütland. Dabei ist unklar, ob Steinhaufengräber tatsächlich Gräber waren, denn es wurden in ihnen keine Gebeine gefunden. Das kann auf die sandigen, kieselsäurehaltigen Böden Jütlands zurückgeführt werden. Steinhügelgräber sind langovale Gruben, die mit Schichten von Steinen gefüllt sind. Das Totenhaus erscheint als etwa 0,3 m tiefe, quadratische Grube mit Spuren vertikaler Pfosten. Dies kann ein Indikator dafür sein, dass das „dødehus“ das eigentliche Grab war. Die paarweisen Gruben könnten für Tieropfer bestimmt gewesen sein, denn in einigen Fällen fand man Zähne und Knochen von Rindern an deren östlichem Ende.
Dabei ist zu beachten, und wird durch den Fund einer 22 cm langen Feuersteinaxt von Vroue Hede I + II gestützt, die einem Typ (dän. Stridsøkserne) angehört, der nicht zu den klassischen TBK-Äxten gehört, dass diese dünnbesiedelte Region laut P. V. Glob zu den ersten in Dänemark gehört, die Spuren der Schnurkeramiker aufweist.