59th Street (Manhattan)

Die 59th Street quert von West nach Ost New York Citys Stadtbezirk Manhattan. Sie ist zugleich die Grenze zwischen Midtown Manhattan im Süden und Upper Manhattan im Norden.
Die 59th Street verläuft von der York Avenue bzw. Sutton Place zum West Side Highway mit einer Unterbrechung zwischen der Ninth Avenue/Columbus Avenue und Eighth Avenue/Central Park West wegen des Time Warner Centers.
An der Südseite des Central Park verläuft der Verkehr in beiden Richtungen. Auf diesem Abschnitt heißt die 59th Street Central Park South. Der Teil zwischen der Ninth Avenue und der Eleventh Avenue/West End Avenue ist hingegen eine Einbahnstraße (Richtung Westen). Der Teil zwischen der Fifth Avenue und Second Avenue verläuft ebenso als Einbahnstraße (Richtung Osten).
An der Second Avenue zweigt die 59th Street auf die Queensboro Bridge ab, die oft auch als 59th Street Bridge bezeichnet wird, obwohl die 59th Street danach noch weiter Richtung Osten führt – bis zur York Avenue/Sutton Place.
Die Avenues westlich des Central Park sind nördlich der 59th Street nicht mehr durchnummeriert, sondern haben dort andere Namen. So heißt dann die 8th Avenue Central Park West, aus der 9th Avenue wird die Columbus Avenue, aus der 10th Avenue wird Amsterdam Avenue und aus der 11th Avenue wird die West End Avenue.

David Wolf (Eishockeyspieler)

David Wolf (* 15. September 1989 in Düsseldorf) ist ein deutscher Eishockeyspieler, der seit Juli 2015 wieder bei den Hamburg Freezers aus der DEL unter Vertrag steht. Sein Vater Manfred war ebenfalls Eishockeyspieler und deutscher Nationalspieler.

David Wolf begann seine Karriere im Sportinternat Mannheim in der Saison 2005/06 bei den Jungadlern Mannheim in der Deutschen Nachwuchsliga (DNL), mit denen er 2006 DNL-Meister und 2007 DNL-Vizemeister wurde. Durch die Kooperation der Adler Mannheim mit den Heilbronner Falken durfte Wolf 2007 ein Spiel in der 2. Bundesliga absolvieren. Im Jahr 2007 verpflichtete ihn der ETC Crimmitschau, für die er bis zur Saison 2008/09 90 Pflichtspiele in der 2. Bundesliga bestritt. Für die Spielzeit 2009/10 wechselte der Sohn des früheren Eishockeyspielers und ETC-Trainers Manfred Wolf in die Deutsche Eishockey Liga zu den Hannover Scorpions und wurde dort ebenfalls mit einer Förderlizenz für den REV Bremerhaven ausgestattet. 2010 wurde er mit den Scorpions deutscher Meister. Zur Saison 2011/12 wechselte er zu den Hamburg Freezers.
Beim Playoff-Halbfinal Spiel der Freezers gegen den ERC Ingolstadt am 8. April 2014, streckte er seinen Gegenspieler Benedikt Schopper unvermittelt mit mehreren Faustschlägen nieder. Im Gebiss von Schopper klaffte anschließend eine Lücke über sechs Zähne. Daraufhin wurde er für sieben Spiele gesperrt und konnte daher nicht für die Weltmeisterschaft nominiert werden. Weiterhin ermittelte die Staatsanwaltschaft gegen ihn wegen Körperverletzung. Im Laufe der Ermittlungen stellte sich heraus, dass Wolf durch seine Schläge eine Brücke ausgeschlagen hatte.
Am 12. Mai 2014 unterschrieb Wolf einen Einjahresvertrag bei den Calgary Flames. Im Rahmen der Saisonvorbereitung wurde er an die Adirondack Flames, das damalige Farmteam, abgegeben. Im Januar 2015 wurde er erstmals ins NHL-Aufgebot berufen und kam so am 31. Januar 2015 zu seinem Debüt in der National Hockey League. Es folgten drei weitere Einsätze, darunter ein Spiel in den Playoffs gegen die Anaheim Ducks.
Obwohl ihm eine Vertragsverlängerung angeboten wurde, entschied sich Wolf für eine Rückkehr in die DEL zu den Hamburg Freezers, wo er noch einen Kontrakt bis Sommer 2018 besitzt.
Stand: Ende der Saison 2014/15
(Legende zur Spielerstatistik: Sp oder GP = absolvierte Spiele; T oder G = erzielte Tore; V oder A = erzielte Assists; Pkt oder Pts = erzielte Scorerpunkte; SM oder PIM = erhaltene Strafminuten; +/− = Plus/Minus-Bilanz; PP = erzielte Überzahltore; SH = erzielte Unterzahltore; GW = erzielte Siegtore; 1 Play-downs/Relegation)
Torhüter: Sébastien Caron | Cal Heeter | Dimitrij Kotschnew  Verteidiger: Aaron Brocklehurst | Brett Festerling | Jonas Liwing | Mathieu Roy | Kevin Schmidt | Christoph Schubert (C) | Dan Spang | Sean Sullivan | Dominik Tiffels  Angreifer: Michael Davies | Philippe Dupuis | Garrett Festerling | Jerome Flaake (A) | Jaroslav Hafenrichter | Julian Jakobsen | Nicolas Krämmer | Morten Madsen | Adam Mitchell | Marcel Müller | Thomas Oppenheimer | Marty Sertich | David Wolf  Cheftrainer: Serge Aubin  Assistenztrainer: Stéphane Richer   General Manager: Stéphane Richer

Fahmi Ilyas

Fahmi Ilyas (* 17. März 1992 in Kuala Lumpur) ist ein malaysischer Automobilrennfahrer. Er trat 2011 und 2012 in der britischen Formel-3-Meisterschaft an.

Ilyas begann seine Motorsportkarriere 2008 im Kartsport. Bereits ein Jahr später wechselte er in den Formelsport und trat in der pazifischen Formel BMW an. Er gewann ein Rennen und schloss die Saison mit insgesamt vier Podest-Platzierungen auf dem vierten Platz in der Meisterschaft ab. Darüber hinaus absolvierte er vier Gaststarts in der europäischen Formel BMW. 2010 begann Ilyas die Saison mit zwei Gaststarts in der pazifischen Formel BMW. Anschließend wechselte er nach Europa und nahm für DAMS an den ersten sechs Rennwochenenden der europäischen Formel BMW teil. Mit zwei Podest-Platzierungen beendete er die Saison auf dem 13. Platz in der Meisterschaft.
2011 wechselte Ilyas zu Fortec Motorsport in die britische Formel-3-Meisterschaft. Mit einem sechsten Platz als bestes Ergebnis schloss er die Saison auf dem 18. Platz in der Meisterschaft ab. Außerdem trat er für das Team West-Tec zu zwei Rennwochenenden der European F3 Open an. Dabei gelang es ihm, sein Debütrennen zu gewinnen. Darüber hinaus erreichte er einen zweiten Platz. In der Fahrerwertung wurde er Zwölfter. Außerdem nahm er 2011 an einer Veranstaltung des Formel Renault 2.0 Eurocups teil. 2012 wechselte Ilyas innerhalb der britischen Formel-3-Meisterschaft zu Double R Racing. Er stieg vorzeitig aus der Serie aus und nahm an den zwei letzten Veranstaltungen nicht mehr teil. Er beendete die Saison auf dem elften Rang.

Unia Wolności

Die Unia Wolności (deutsch Freiheitsunion, UW) war eine liberale politische Partei in Polen. Sie wurde im April 1994 von Mitgliedern der zusammengeschlossenen Demokratischen Union (UD) und dem Liberal-Demokratischen Kongress (KLD) gegründet und 2005 in die Partia Demokratyczna – demokraci.pl umgewandelt.

Die UW nahm eine Position in der Mitte des politischen Spektrums Polens ein. Sie war stark pro-europäisch ausgerichtet. In der Wirtschaftspolitik setzte sie sich eindeutig für marktwirtschaftliche Prinzipien ein, in gesellschaftspolitischen und weltanschaulichen Fragen war sie eher konservativ, beispielsweise war sie für ein Verbot von Abtreibungen. Innerhalb der Partei gab es verschiedene Flügel, die als christdemokratisch, liberal-konservativ und linksliberal beschrieben werden können. Am wichtigsten waren der christlich orientierte „Ethos-Flügel“, für den vor allem Jacek Kuroń und Bronisław Geremek standen, und der neoliberale Flügel, der maßgeblich von Donald Tusk und Leszek Balcerowicz vertreten wurde. Die Partei erlitt auch mehrfach Abspaltungen, sowohl nach rechts, als auch nach links. 1996 trat die UW auf europäischer Ebene der überwiegend christdemokratischen Europäischen Volkspartei (EVP) bei, auf globaler Ebene schloss sie sich der Christlich Demokratischen Internationale (CDI) an. Nach der Abspaltung der Bürgerplattform und dem Ausscheiden der UW aus dem Sejm wechselte sie zur Europäischen Liberalen Demokratischen und Reformpartei (ELDR).
1994 ging die Demokratischen Union (UD) zusammen mit dem Liberal-Demokratischen Kongress (KLD) in der neu gegründeten Unia Wolności (UW) auf. Beide Vorgängerparteien waren aus dem christlich-liberalen Flügel der Solidarność-Bewegung hervorgegangen. Zuvor hatte bei der Parlamentswahl im September 1993 die UD 10,6 % der Stimmen und 74 Sitze im Sejm gewonnen, die KLD war dagegen mit 4 % aus dem Parlament ausgeschieden. Der bisherige UD-Vorsitzende und ehemalige Ministerpräsident Tadeusz Mazowiecki wurde erster Vorsitzender der vereinigten Partei. Sein Stellvertreter wurde Donald Tusk, der aus der KLD kam. Mazowiecki stand für christlich-demokratische Werte (jedoch weit weg von religiösem Fundamentalismus), wurde aber vom linken Flügel der Partei um Władysław Frasyniuk und Zofia Kuratowska kritisiert. Die UW war zunächst wichtigste Oppositionspartei gegen die Koalitionsregierung aus postkommunistischer SLD und Bauernpartei PSL.
1995 wurde Leszek Balcerowicz zum neuen Parteichef gewählt, der in den ersten nichtkommunistischen Regierungen Finanzminister gewesen und für die „Schocktherapie“ radikaler marktwirtschaftlicher Reformen (sogenannter Balcerowicz-Plan) verantwortlich war. Als Präsidentschaftskandidaten stellte die Partei 1995 Jacek Kuroń, einen bekannten Oppositionellen aus den 1970er und 1980er Jahren, sowie Arbeitsminister in den Regierungen Mazowieckis und Hanna Suchockas auf, der allerdings mit nur 9,22 % der Stimmen schlecht abschnitt. Der Grund für das niedrige Abschneiden ging darauf zurück, dass Kuroń nicht von der liberalen Wählerschaft der Partei akzeptiert und hauptsächlich von den Sympathisanten der sozialdemokratischen SLD und der linken Unia Pracy unterstützt wurde.
Bis 1997 blieb die Partei in der Opposition zu den postkommunistischen und sozialdemokratischen Regierungen unter Waldemar Pawlak, Józef Oleksy und Włodzimierz Cimoszewicz. Die UW kritisierte entschieden die Verkrustung der politischen Institutionen und die verbreitete Korruption und setzte sich für die Fortsetzung der Wirtschafts- und Sozialreformen ein. Trotz der starken Kritik an der SLD und der bäuerlichen PSL nahm die Partei an der Verabschiedung der neuen polnischen Verfassung im Jahre 1997, zusammen mit diesen Parteien, teil.
Nach der Parlamentswahl im September 1997, bei der die aus Parteien des Post-Solidarność-Spektrums gebildete AWS gewinnen konnte, trat die UW als Juniorpartner in die Mitte-rechts-Regierung unter Ministerpräsident Jerzy Buzek ein. In der Öffentlichkeit erreichte der Parteivorsitzende Leszek Balcerowicz den höchsten Bekanntheitsgrad, da er als Finanzminister für die Liberalisierung der polnischen Wirtschaft zuständig war. Es wurde der sogenannte „zweite Balcerowicz-Plan“ vorgeschlagen, stieß aber eher auf Skepsis beim konservativen Koalitionspartner.
In der Regierung Buzeks saßen auch u.a. Bronisław Geremek (Außenminister), die ehemalige Ministerpräsidentin Hanna Suchocka (Justizministerin) und Janusz Onyszkiewicz (Verteidigungsminister) für die UW. Aufgrund der sozialen Härten, die die Wirtschaftsreformen mit sich brachten, verlor sowohl Balcerowicz, wie auch der politische Liberalismus in Polen zusehends an Popularität.
Wegen diverser Missverständnisse in der Finanzpolitik und Regierungskonflikten traten im Juni 2001 einige liberale Minister der UW aus der Regierung aus und die Koalition brach zusammen. Die Minderheitsregierung Buzeks genoss allerdings bei wichtigen Gesetzesentwürfen noch bis Herbst 2001 die Unterstützung der UW im Sejm.
Nach dem Erfolg des unabhängigen liberalen Kandidaten Andrzej Olechowski in den Präsidentschaftswahlen im Herbst 2000 (19 % Unterstützung für einen parteilosen Kandidaten) und der Übernahme des Parteivorsitzes durch den eher linksliberalen Bronisław Geremek, verließen immer mehr führende Politiker (wie der spätere Ministerpräsident Donald Tusk oder Janusz Lewandowski) die Partei und gründeten eine Konkurrenzpartei, die Bürgerplattform (polnisch Platforma Obywatelska, PO), die sich mehr den Konservativen nähern und an christlichen Werten orientieren wollte. Dabei wurde die Fusion von UD und KLD praktisch wieder aufgehoben: Die Politiker, die aus der KLD kamen, wechselten überwiegend zur PO, während die vormaligen UD-Mitglieder in der UW blieben.
Nach dem Wahldebakel der AWS im September 2001 erreichte die UW kein Mandat mehr für den Sejm und war nur noch im polnischen Senat – durch ihre Teilnahme am „Block 2001“ der Post-Solidarność-Parteien – mit fünf Abgeordneten vertreten. Sie trat 2002 aus der Europäischen Volkspartei aus und wandte sich den internationalen liberalen Organisationen zu. Der Gründungsvorsitzende Tadeusz Mazowiecki, der eine kirchenfreundlichere Linie verfolgte und sich bewusst auf christliche Werte berief, wollte diesen Bruch mit der Christdemokratie nicht mitvollziehen und trat aus der UW aus.
2002 verlor die Partei anschließend die Kommunalwahlen ebenfalls deutlich. Innerhalb Polens fiel sie damit in eine politische Bedeutungslosigkeit, obwohl sie bei der Europawahl 2004 überraschend wieder die Fünf-Prozent-Hürde überspringen konnte und mit vier Abgeordneten in das Europäische Parlament einzog, die sich der Fraktion ALDE anschlossen. Einer der Abgeordneten war bis 2008 der 1998 mit dem Karlspreis ausgezeichnete Bronisław Geremek.
2005 wurde die Unia Wolności in Partia Demokratyczna – demokraci.pl (deutsch Demokratische Partei) umgewandelt.

Nicolás Maduro

Nicolás Maduro Moros (* 23. November 1962 in Caracas) ist ein venezolanischer Politiker. Seit 2013 ist er der amtierende Staatspräsident Venezuelas. Der Politiker der Vereinigten Sozialistischen Partei war davor von 2006 bis zum 16. Januar 2013 Außenminister, ab Oktober 2012 Vizepräsident der Präsidialen Bundesrepublik Venezuela und er führte die Amtsgeschäfte für den erkrankten Hugo Chávez bis zu den vorgezogenen Neuwahlen, die mit dessen Tod am 5. März 2013 notwendig wurden.

Er wurde 1962 in eine politisch sehr aktive Familie hineingeboren. Sein Vater, Nicolás Maduro García, dessen Familie von sephardischen Juden aus Curaçao abstammte, war Mitbegründer der sozialdemokratischen Partei Demokratische Aktion (Acción Democrática, AD) und organisierte einen Streik in der Erdölindustrie gegen die Diktatur von 1952 (Marcos Pérez Jiménez wurde 1952 Diktator; nach seinem Sturz 1958 wurde Venezuela eine Demokratie; Näheres hier).
Der Streik scheiterte; der Vater musste flüchten und sich verstecken. Der Vater distanzierte sich in den 60er Jahren von der AD. 1967 nahm der fünfjährige Maduro mit seinen Eltern an den Treffen der „Wahlbewegung des Volkes“ (MEP, einer linken Abspaltung der AD) teil und ein Jahr später an den großen öffentlichen Aktionen zur Unterstützung der Präsidentschaftskandidatur von Luis Beltrán Prieto Figueroa. Mit zwölf Jahren begann er sich in der Bewegung „Ruptura“ zu engagieren, einem Projekt des legendären venezolanischen Guerillaführers Douglas Bravo. Maduro trat Ende der 1970er Jahre als Studentenführer hervor, dabei hat er nach seinem Schulabschluss im Liceum José Ávalos in El Valle nicht studiert, sondern begann umgehend bei den U-Bahnen der Metro Caracas zu arbeiten und wurde Gewerkschaftsvertreter der U-Bahnmitarbeiter.
Er arbeitete früh in der Sozialistischen Liga mit und war in deren nationalem Führungsgremium ebenso aktiv wie im Regionalkomitee von Caracas. Wegen seiner Statur – er ist ein 1,90 Meter großer, kräftiger Mann – war er auch ab und an als Leibwächter für politisch engagierte Genossen tätig, zum Beispiel für José Vicente Rangel, als dieser im Jahr 1983 kandidierte. 1986 studierte er – mit einem Stipendium der Sozialistischen Liga – ein Jahr auf Kuba. Nach seiner Rückkehr aus Kuba war Maduro Mitbegründer der neuen Gewerkschaft des Öffentlichen Personennahverkehrs von Caracas SITRAMECA, in deren Gremien er auch gewählt wurde.
Parallel zur Gewerkschaftsarbeit für SITRAMECA war Maduro zunächst Mitglied in der von Hugo Chávez gegründeten Bolivarianischen Revolutionsbewegung, die sich die Realisierung eines dritten Staatsmodells zwischen sozialistischer Staatswirtschaft und Kapitalismus auf die Fahnen geschrieben hatte. Seine Freundschaft zu Chávez reicht in die Jahre zurück, als Maduro sich mit Cilia Flores, einer Anwältin und seiner späteren Frau, für die Freilassung des inhaftierten Chávez einsetzte, der nach dem fehlgeschlagenen Putschversuch von Februar 1992 gegen Präsident Carlos Andrés Pérez (1922–2010) zu einer langjährigen Haftstrafe verurteilt worden war. 1994 wurde Chávez begnadigt. Zwischen 1994 und 1997 war Maduro Mitglied der Nationaldirektion der Bolivarianischen Revolutionsbewegung.
1997 gehörte er neben Hugo Chávez zu den Mitbegründern der „Bewegung für eine Fünfte Republik“ (Movimiento Quinta República (MVR)) und wurde als deren Kandidat bei der Wahl zur konstituierenden Nationalversammlung 1998 erstmals zum Abgeordneten gewählt (im Dezember 1998 wurde Chávez mit 56 % zum Präsidenten gewählt).
Bei den Wahlen zur Nationalversammlung von 2000 und 2005 wurde er wiederum zum Abgeordneten gewählt und vertrat die Interessen der MVR des Wahlkreises Distrito Capital. Von 2000 bis 2001 war er zunächst Vorsitzender der Fraktion des MVR in der Nationalversammlung sowie bis 2003 Vorsitzender des Ausschusses für die Entwicklung der sozialen Integration.
Nach der Parlamentswahl am 4. Dezember 2005 (die Opposition boykottierte sie wegen befürchteter Manipulation der Wahlcomputer geschlossen; die PSUV bekam eine hohe Mehrheit) wurde er zum Sprecher der Nationalversammlung gewählt und hatte dieses Amt bis August 2006 inne. Nachfolgerin als Sprecherin des Parlaments wurde seine Ehefrau Cilia Flores. Ihr wird Vetternwirtschaft vorgeworfen (sie setzte dutzende Verwandte auf die Gehaltsliste des Parlaments). Ein Korruptionsverfahren wurde eingestellt. Zwei mit venezolanischen Diplomatenpässen ausgestattete Neffen von Cilia Flores wurden in Haiti beim Versuch verhaftet, 800 kg Kokain zu schmuggeln, und an die USA ausgeliefert.
Am 9. August 2006 wurde er von Präsident Chávez zum Minister für Auswärtige Beziehungen ernannt. Im September 2006 kam es zu Verstimmungen in den Beziehungen zu den USA, als Maduro nach einer Rede vor der UN-Generalversammlung vor dem Rückflug nach Venezuela auf dem Flughafen New York von Sicherheitsbeamten „schikaniert“ wurde. Die US-Regierung entschuldigte sich später dafür.
Im Oktober 2007 hielt er eine weitere Rede vor der Generalversammlung der Vereinten Nationen in New York, in der er die Situation seines Landes, den internationalen Terrorismus und den Irakkrieg thematisierte.
In einem Interview äußerte er im Januar 2009 seine Ansichten zur globalen Wirtschaftskrise und der Situation Amerikas und Europas. Er warnte davor, nach dem „Zusammenbruch des neoliberalen Paradigmas“ die Fehler bei der Bewältigung der europäischen Finanzkrise zu wiederholen, die Lateinamerika in seiner Geschichte bereits begangen hat. Die Nationalisierung von Banken in den USA und die Debatte um Nationalisierungen in Europa seien ein Beispiel dafür. Er forderte, dass die Verschwörungen und Komplotte gegen die demokratisch gewählten Präsidenten Lateinamerikas ein Ende haben müssten. Es dürfe keinen Putschversuch mehr geben, wie er 2002 gegen Präsident Chávez unternommen wurde, und keine Verschwörungen, wie sie gegen Boliviens Präsidenten Evo Morales geschmiedet wurden. Lateinamerika hätte sich für immer verändert, und diese Einsicht müsse sich auch in Washington durchsetzen, sonst würden die USA noch mehr in die Isolation geraten, als sie es ohnehin schon seien.
Im Januar 2009 kam es zu einer Belastung der diplomatischen Beziehungen zu Israel. Nachdem Venezuela wegen der Militäroffensive (Operation Gegossenes Blei) der israelischen Streitkräfte im Gazastreifen israelische Diplomaten ausgewiesen hatte, ordnete die israelische Regierung die Ausweisung des venezolanischen Botschafters und seines Stabes an. In einem Interview mit dem Fernsehsender Al Jazeera führte Maduro zur Ausweisung des venezolanischen Botschafters durch Israel aus:
„Die Antwort des Staates Israel ist schwach, verspätet und in jeder Art für uns eine Ehre. Wir sind stolz, dass der heute existierende Staat Israel, der von diesen Kriminellen geführt wird, diese Entscheidung getroffen hat.“
Im Juli 2009 gehörte er zu den Vermittlern in der honduranischen Verfassungskrise.
Am 11. Oktober 2012 ernannte Chávez nach seiner Wiederwahl Nicolás Maduro zum Nachfolger von Elías Jaua im Amt des Vizepräsidenten. Am 16. Januar 2013 ersetzte Elías Jaua Nicolás Maduro im Amt des Außenministers.
Nach dem Tod von Hugo Chávez wurde Maduro am 8. März 2013 als Interimspräsident vereidigt. Er forderte rasche Neuwahlen, deren Termin am 9. März auf den 14. April 2013 festgelegt wurde. Während des Wahlkampfes wurden Opposition und Medien erheblich eingeschüchtert und behindert.
Nach Angaben der Wahlbehörde gewann Maduro die Präsidentschaftswahl am 14. April 2013 mit 50,66 Prozent der Stimmen gegen seinen Herausforderer Henrique Capriles (49,06 %). Die Opposition beklagte zahlreiche Unregelmäßigkeiten bei den Wahlen, wie Einschüchterung der Wähler, nicht geheime und doppelte Stimmenabgaben. Die von den Chavistas kontrollierte Wahlbehörde lehnte jedoch eine über eine Stimmenauszählung hinausgehende Überprüfung der Wahlen ab und erklärte das Ergebnis für gültig.
Maduro bot dem wegen Spionage angeklagten Whistleblower Edward Snowden im Juli 2013 Asyl an.
Maduro forderte das Parlament auf, ihm mehr Vollmacht im Kampf gegen Korruption zu übertragen.
Ende September 2013 ernannte Nicolás Maduro den Neffen seiner Frau, Carlos Erick Malpica Flores, zum Schatzmeister der Republik.
Aufgrund der Wirtschaftskrise ließ Maduro alle Geschäfte der Elektrowarenkette Daka besetzen. Dabei wurden die Ladenbesitzer verhaftet und die Läden von Passanten geplündert. Ebenfalls aufgrund der Krise erhielt Maduro Sondervollmachten. Demnach darf er ein Jahr lang Gesetze ohne die Zustimmung des Parlamentes in Kraft setzen. Nach einem Stromausfall in Venezuela machte Maduro die Opposition dafür verantwortlich und sprach von Sabotage.
Im Februar 2014 kam es zu Protesten gegen die hohe Kriminalität, die Warenknappheit und die steigenden Preise in Venezuela (siehe Proteste in Venezuela 2014). Sechs Demonstranten wurden bei den Krawallen getötet. Maduro beschuldigte indessen Alvaro Uribe, einen ehemaligen Präsidenten von Kolumbien, die Opposition zu finanzieren und zu kontrollieren.
Im Präsidentschaftswahlkampf 2012 sagte Maduro, der Oppositionsführer der Primero Justicia, Henrique Capriles, und Leopoldo López, der ehemalige Bürgermeister von Chacao, einem Stadtteil von Caracas, seien „sifrinitos, mariconzones y fascistas“ (deutsch „Snobs, Schwule (oder Schwuchteln) und Faschisten“). Darauf gab es heftige Proteste, und Maduro entschuldigte sich einige Tage später mit einer Erklärung.
Maduro hat in vielen seiner Reden über „Liebe und Dienst an der Heimat“ gesprochen. Dies wird mit seinem Glauben an den indischen Guru Sathya Sai Baba in Zusammenhang gebracht. Bereits mehrfach besuchte Maduro mit seiner Frau dessen Ashram in Puttaparthi (Indien).
Im Dezember 2012 erklärte Maduro in einer öffentlichen Ansprache: „Oppositionspolitiker und Landesverräter müssen mit dem Hass gegen Hugo Chávez aufhören.“
Am 5. März 2013 beschuldigte Maduro die „Feinde Venezuelas“, Chávez vergiftet zu haben.
Henrique Capriles Radonski, der Kandidat der Opposition, forderte Maduro auf, eine öffentliche Debatte zu akzeptieren. Dieser antwortete, die einzige „Debatte“ seien die Wahlen am 14. April.
Während einer Rede am 16. März 2013 erklärte Maduro, dass Chávez der unsterbliche Kommandant des Volkes sei.
Als Barack Obama die Rechtmäßigkeit der Wahl anzweifelte, meinte Maduro: „Wir verteidigen hier unsere Institutionen, den Frieden, Demokratie, die Menschen Venezuelas (…), und wir können uns mit jedem unterhalten, selbst mit dem obersten aller Teufel: Obama.“
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Elijah Risley

Elijah Risley (* 7. Mai 1787 in Connecticut; † 9. Januar 1870 in Fredonia, New York) war ein US-amerikanischer Politiker. Zwischen 1849 und 1851 vertrat er den Bundesstaat New York im US-Repräsentantenhaus.
Elijah Risley besuchte vorbereitende Schulen. Im Jahr 1807 zog er nach Fredonia, wo er im Handel arbeitete. Von 1825 bis 1828 war er Sheriff im Chautauqua County; im Jahr 1835 wurde er Ortsvorsteher der Gemeinde Pomfret. Zwischen 1833 und 1853 war er auch mit der Herstellung von Saatgut für Gärten befasst. Politisch schloss er sich der Mitte der 1830er Jahre gegründeten Whig Party an.
Bei den Kongresswahlen des Jahres 1858 wurde Risley im 31. Wahlbezirk von New York in das US-Repräsentantenhaus in Washington, D.C. gewählt, wo er am 4. März 1849 die Nachfolge von Dudley Marvin antrat. Da er im Jahr 1850 auf eine weitere Kandidatur verzichtete, konnte er bis zum 3. März 1851 nur eine Legislaturperiode im Kongress absolvieren. Diese Zeit war von den Diskussionen um die Frage der Sklaverei bestimmt. Unter anderem wurde der von US-Senator Henry Clay eingebrachte Kompromiss von 1850 verabschiedet.
Nach dem Ende seiner Zeit im US-Repräsentantenhaus trat Elijah Risley politisch nicht mehr in Erscheinung. Für einige Zeit bekleidete er den Rang eines Generalmajors in der Staatsmiliz. Er starb am 9. Januar 1870 in Fredonia.

Anacampseros filamentosa

Anacampseros filamentosa
Anacampseros filamentosa ist eine Pflanzenart in der Gattung Anacampseros aus der Familie Anacampserotaceae. Das Artepitheton filamentosa bedeutet ‚(lat. filum Faden) Spinnfaden; voller Spinfäden‘.

Anacampseros filamentosa wächst kurz säulenförmig, erreicht Wuchshöhen von bis zu 10 Zentimeter und entspringt mit wenigen fleischigen Trieben einem geschwollenen Wurzelstock. Die Triebe sind dicht mit Laubblättern besetzt. Deren eiförmige bis annähernd kugelförmige Blattspreite ist 4 bis 12 Millimeter lang, bis zu 8 Millimeter breit und 5 Millimeter dick. Die dunkelgrüne, etwas kinnförmige, zurückgebogene und gerunzelte Spreitenspitze ist in spinnenwebige, gräulich weiße Haare eingehüllt.
Der Blütenstand erreicht eine Länge von 5 bis 8 Zentimeter. Er trägt drei bis fünf Blüten von 1,5 bis 2,0 Zentimeter (selten bis 3,0 Zentimeter) Durchmesser. Ihre lanzettlichen Kelchblätter sind 5 bis 15 Millimeter lang und etwa 3,5 Millimeter breit. Die länglichen bis lanzettlichen, rosafarbenen Kronblätter sind 10 Millimeter (selten 4 bis 15 Millimeter) lang und 1,5 bis 4,0 Millimeter (selten bis zu 5,0 Millimeter) breit. Es sind 15 bis 25 Staubblätter vorhanden.
Die Kapselfrüchte weisen eine Länge von 7 bis 12 Millimeter auf. Sie enthalten 0,8 bis 1,5 Millimeter lange, einseitig keulenförmige bis nierenförmige, warzige Samen mit einer lockeren, weißen Scheide.
Die Chromosomenzahlen betragen .
Anacampseros filamentosa ist in Südafrika verbreitet.
Die Erstbeschreibung als Portulaca filamentosa erfolgte 1803 durch Adrian Hardy Haworth. John Sims (1749–1831) stellte die Art 1811 in die Gattung Anacampseros. Nomenklatorische Synonyme sind Talinum filamentosum (Haw.) W.T.Aiton (1811) und Ruelingia filamentosa (Haw.) Haw. (1812).

Pornichet

Pornichet (bretonisch Pornizhan) ist eine französische Gemeinde mit 10.531 Einwohnern (Stand 1. Januar 2013) im Département Loire-Atlantique in der Region Pays de la Loire an der Côte d’Amour.

Pornichet liegt an der Atlantikküste, dem Golf von Biskaya, am Küstenabschnitt Côte d’Amour („Liebesküste“) und auf der Halbinsel Guérande. Im Südwesten grenzt Pornichet an Saint-Nazaire im Nordwesten an La Baule. Nantes, die Hauptstadt des Départements liegt etwa 70 Kilometer östlich von Pornichet. Die Gemeinde liegt beim Regionalen Naturpark Brière (französisch Parc naturel régional de Brière) 5 km nördlich.
Bevor Pornichet im April 1900 eine unabhängige Gemeinde wurde, war der Ort zwischen den Gemeinden Saint-Nazaire und Escoublac aufgeteilt. Bis ins 19. Jahrhundert lebte der kleine, von Dünen umgebene Ort vor allem von der Salzgewinnung und der Fischerei. Versteckt („niché“) hinter der Inselspitze von Bé, setzte sich der Ort vor allem aus dem Dorf Saint-Sébastien mit seiner Kirche, einem Dorf (Vieux Pornichet, alter Pornichet) in der Inselspitze und strohgedeckten Hütten entlang einer Fahrrinne, die die Salzgärten der Villès-Liron (an der Stelle des heutigen Hippodroms) versorgte, zusammen.
Während des 19. Jahrhunderts wird die Salzgewinnung kleiner und kleiner, aber der Tourismus entwickelt sich : Die Eröffnung der Eisenbahnstrecke im Jahr 1879 verbindet diesen kleinen Marktflecken mit der Außenwelt. Dank der Einflüsse der zahlreichen Künstler, Musiker, Schriftsteller und anderen angesehenen Persönlichkeiten, wie Camille Flammarion, die sich regelmäßig in Pornichet aufhalten und dort große Anwesen besitzen, wird aus dem Ort ein touristischer Anziehungspunkt. Der Strand wird Plage des libraires (Strand der Buchhändler) genannt. Ende des 19. Jahrhunderts verschwinden die Salzgärten und machen in der neuen Gemeinde Platz für die Pferderennbahn (Hippodrome), die am 15. August 1907 eingeweiht wird. Der erste bezahlte Urlaub für französische Arbeiter im Jahr 1936 verstärkte die touristische Erschließung und so wurde in diesem Jahr der erste Campingplatz Pornichets im Ortsteil Bonne-Source eröffnet.
Während des Zweiten Weltkrieges war Pornichet ab Juni 1940 von den Deutschen besetzt. Während Nantes schon im August 1944 befreit wurde, konnte die Wehrmacht Pornichet, wie das Saint-Nazaire-Gebiet, die sogenannte Poche de Saint-Nazaire, bis zum 11. Mai 1945 halten.
Seit dieser Zeit besteht in Pornichet neben dem Gemeindefriedhof ein Soldatenfriedhof mit Gräbern von etwa 5.000 deutschen Soldaten: 2.872 aus den Jahren 1942–1945 sowie 2.163, die 1955 aus anderen Friedhöfen der Département von Loire-Atlantique, Maine-et-Loire, Vendée und Deux-Sèvres umgebettet wurden.
Auf diesem Friedhof liegt auch das Grab von Karl Hotz, während des Zweiten Weltkriegs deutscher Feldkommandant von Nantes. Nach einem tödlichen Anschlag durch einen Widerstandskämpfer am 20. Oktober 1941 wurde dessen Tod durch die Ermordung von 48 Geiseln gerächt. Der Friedhof Pornichet ist ein Monument für die Opfer des Nationalsozialismus.
In den 1960er Jahren entsteht die Meerespromenade in ihrer heutigen Form; die Thalassotherapie entwickelt sich. In den 1970er Jahren baut man aufgrund des zunehmenden Touristenandrangs zahlreiche futuristische Hotelbauten entlang der Küste. Aufgrund des entstehenden Wassersports wird 1978 der Freizeithafen (Port de Plaisance) eröffnet, der zu allen Gezeiten schiffbar ist. Er wird im Laufe der Jahre der wichtigste Freizeithafen des Départements.
Der Name „Pornichet“ setzt sich aus der Kombination „port“ – Hafen und „niché“ – versteckt zusammen.
Am 8. März 1999 hatte Pornichet 9668 Einwohner (davon 4580 Männer und 5088 Frauen), bei einer Bevölkerungsdichte von 763 Einwohnern pro km². Im Vergleich zur vorherigen Volkszählung im Jahr 1990 hatte die Stadt 1535 Einwohner mehr. 10,2 % der Bevölkerung waren bei der Volkszählung 75 Jahre alt oder älter. Die Anzahl der in Pornichet lebenden Bevölkerung unterscheidet sich stark nach Jahreszeit. Im Sommer leben schätzungsweise 55 000 Menschen in Pornichet.
Das Klima Pornichets ist maritim. Es zeichnet sich durch milde Winter mit relativ hohem Niederschlag und gemäßigte Temperaturen im Sommer aus. Die Nähe des Golfstroms bewirkt außerdem eine weitere Milderung der Jahrestemperaturen.
Aufgrund der direkten Lage am Meer ist Pornichet stark vom Tourismus geprägt. Es gibt zahlreiche Freizeitangebote wie Minigolf, Wassersport, Tennis und Wandern. Sehenswürdigkeiten der Stadt sind: die Markthalle, das Casino, das 1907 eingeweihte Hippodrom, die Strandpromenade Avenue de l’Océan sowie der angeschlossene Port de Plaisance, der seit dem Jahre 1978 in seiner heutigen Form besteht. Er hat ein Fassungsvermögen für etwa 1000 Boote. Eine Besonderheit dieses Hafens ist, dass er als einziger in der Umgebung sowohl bei Ebbe, als auch bei Flut schiffbar ist.
Pornichet hat vier Kindergärten, vier Grundschulen sowie ein privates Gymnasium.
Pornichet besitzt einen Strandabschnitt von sieben Kilometern, der sich in drei größere Abschnitte einteilen lässt: Plage des Libraires (Länge: 2 km), Plage de Bonne Source (Länge: 2,5 km) und Plage de Sainte-Marguerite (Länge: 1,5 km). Der zentral gelegene Sandstrand, Plage des Libraires, bildet einen nahtlosen Übergang zum Nachbarort La Baule.
Die nächste Großstadt ist das etwa 70 Kilometer entfernte Nantes, wo sich auch der nächste überregionale Flughafen befindet. Der Bahnhof von Pornichet liegt an der Hochgeschwindigkeitstraße Le Croisic-Paris. Durch den TGV erreicht man die 450 Kilometer entfernte französische Hauptstadt in etwa drei Stunden. Nantes erreicht man mit dem Regionalzug (TER Pays de la Loire) in 50 Minuten. Die Schnellstraße N171 (La Baule – Châteaubriant – Laval) verläuft an Pornichet vorbei.
353 Unternehmen und 7 Betriebe haben in Pornichet ihren Sitz. Es existieren 120 Geschäfte, 112 Restaurants und Unterkünfte sowie 66 weitere öffentliche oder halböffentliche Institutionen und Vereinigungen.
Pornichet unterhält seit 1985 eine Städtepartnerschaft mit der saarländischen Stadt Bexbach, sowie mit San Vicente de la Barquera in Nordspanien.
In Pornichet gibt es drei lokale Zeitungen, zwei davon (Ouest-France und Presse-Océan) erscheinen täglich. L’Écho de la Presqu’Île erscheint einmal wöchentlich (freitags). Darüber hinaus gibt es eine kostenlose Wochenzeitung (Estuaire) und eine kostenlose Monatszeitung (Haut Parleur), die jeweils in der Touristeninformation erhältlich sind.
In Pornichet gibt es drei lokale Fernsehsender:
Arthon-en-Retz | Assérac | Batz-sur-Mer | Besné | Bourgneuf-en-Retz | Bouée | Campbon | Chauvé | Chéméré | Corsept | Crossac | Donges | Drefféac | Fresnay-en-Retz | Frossay | Guenrouet | Guérande | Herbignac | La Baule-Escoublac | La Bernerie-en-Retz | La Chapelle-Launay | La Chapelle-des-Marais | La Plaine-sur-Mer | La Turballe | Lavau-sur-Loire | Le Croisic | Le Pouliguen | Les Moutiers-en-Retz | Malville | Mesquer | Missillac | Montoir-de-Bretagne | Paimbœuf | Piriac-sur-Mer | Pontchâteau | Pornic | Pornichet | Prinquiau | Préfailles | Quilly | Saint-André-des-Eaux | Saint-Brevin-les-Pins | Saint-Gildas-des-Bois | Saint-Hilaire-de-Chaléons | Saint-Joachim | Saint-Lyphard | Saint-Malo-de-Guersac | Saint-Michel-Chef-Chef | Saint-Molf | Saint-Nazaire | Saint-Père-en-Retz | Saint-Viaud | Sainte-Anne-sur-Brivet | Sainte-Reine-de-Bretagne | Savenay | Sévérac | Trignac

United States Census 1930

Der United States Census 1930 war die fünfzehnte Volkszählung in den USA seit 1790. Als Ergebnis der Auszählung wurde für die USA zum Stichtag 1. April 1930 (die Volkszählung wurde im kompletten April durchgeführt) eine Bevölkerungszahl von 122.775.046 Einwohnern ermittelt, etwa 13,7 % mehr als zur Volkszählung 1920. Der bevölkerungsreichste Bundesstaat war New York (mit ca. 12,6 Mio Einwohnern), der Bundesstaat mit der geringsten Population Nevada (ca. 91.000 Einwohner).
Die Daten enthalten Angaben zum Namen, zur Wohnanschrift, Beziehung zum Familienoberhaupt, Geschlecht, Rasse, Alter, Personenstand (und sofern verheiratet, Alter bei der ersten Eheschließung), Geburtsort und der der Eltern, Schulbesuch, Lese- und Sprachfähigkeit (letzteres für Immigranten), Beruf und Branche und Veteranenstatus. Zum Haushalt wurde erfragt, ob es sich um eine Farm oder um ein Haus handelte, um Eigentum (dann wurde zusätzlich der Wert ermittelt) oder um Miete handelte (dann wurde die Miethöhe erhoben), ferner, ob ein Radio im Haushalt vorhanden war.
Für Immigranten wurde gesondert erhoben, welche Sprache ursprünglich (im Ausland) gepflegt wurde, das Einwanderungsjahr und ob eine Einbürgerung stattfand.
Für die indigene Bevölkerung wurde erhoben, ob sie einer genuinen Ehe oder Mischehe der Eltern entstammten und welchem Stamm sie angehörten.
Die Daten sind sowohl als Mikrodaten als auch aggregierte Daten beim National Historical Geographic Information System herunterzuladen. Die Daten sind noch heute auf Microfiche gesichert.
Die in den alle zehn Jahre stattfindenden Volkszählungen der Vereinigten Staaten ermittelten Einwohnerzahlen der Bundesstaaten sind der Schlüssel zur Festlegung der Anzahl der Abgeordneten aus diesen Bundesstaaten im Repräsentantenhaus der Vereinigten Staaten. Die Anpassung wird in der Regel im übernächsten Kongress nach einer Volkszählung vorgenommen.
1790 | 1800 | 1810 | 1820 | 1830 | 1840 | 1850 | 1860 | 1870 | 1880 | 1890 | 1900 | 1910 | 1920 | 1930 | 1940 | 1950 | 1960 | 1970 | 1980 | 1990 | 2000 | 2010

Hulton Abbey

Tochterklöster
keine
Hulton Abbey ist eine ehemalige Zisterzienserabtei in England. Das Kloster lag rund einen Kilometer südlich von Milton an der Straße von Stoke-on-Trent nach Leek in Staffordshire, nahe bei dem Fluss Trent.

Die im Jahr 1219 von Henry de Audley gestiftete Abtei war ein Tochterkloster von Combermere Abbey aus der Kongregation von Kloster Savigny, die sich im Jahr 1147 dem Zisterzienserorden angeschlossen hatte. Das Kloster gehörte somit der Filiation der Primarabtei Clairvaux an. 1395 erwarb das Kloster das Priorat von Cammeringham in Lincolnshire. Grangien wurden in Rushton und Hulton errichtet. Das Kloster, das als arm und klein bezeichnet wird (es galt als eines der kleinsten in Staffordshire), betrieb die Schafzucht, eine Schmiede und Kohlebergwerke und produzierte enkaustische Fliesen. 1377 zählte es nur fünf Mönche, bei seiner Auflösung acht. Das Einkommen des Klosters wurde 1335 mit insgesamt 87 Pfund angegeben. Es wurde aber auf Grund einer Ausnahme von den Regeln nicht schon 1536, sondern erst 1538 von der Krone eingezogen und an Stephen Bagot verliehen, während Sir Edward Aston u.a. das Herrenhaus in Hulton erhielt. Auf dem Gelände von Chor und Vierung der Kirche wurde ein Bauernhof errichtet, der inzwischen verschwunden ist. Ausgrabungen fanden 1884, kurz nach 1930 und 1987 bis 1994 (letztere durch den The Potteries Museum & Art Gallery’s Archaeology Field Unit) statt. Heute steht das Gelände im Eigentum des Staffordshire County Council, das auf dem Gelände knapp östlich des Klosters die Carmountside Junior High School betreibt.
Die Ausgrabungen haben einige Reste aus behauenen Steinen (Chor oder Querschiff) zutage gefördert. Das Kloster war eine Anlage im bernhardinischen Plan (dreischiffiges Langhaus mit sechs Jochen, Querhaus mit zwei Kapellen auf den Ostseiten, einfacher rechteckiger Chor). Die Klausur lag im Süden (rechts von) der Kirche, der Kapitelsaal war neunjochig mit vier Säulen.