Henze Boekhout

Henze Boekhout (* 2. Februar 1947 in Haarlem, Niederlande) ist ein niederländischer Künstler und Fotograf. Seit 2002 ist er Dozent an der Hochschule für Künste in Utrecht.

Boekhout entwickelte sich autodidaktisch zum Fotokünstler. Er widmete sich anfänglich der Reisefotografie, kehrte sich aber nach Reportagen über Marokko und Japan davon ab. Ende der 1970er Jahre baute er eine eigene 30×40-Kamera, um zu grundlegenden Ideen über Fotografie zu gelangen. Er nahm mit einigen Fotoreliefs teil an der Photographia Buffa und entwickelte in derselben Zeit eine Form von Fotografie, die sich in seinem Buch „Seconds First“ (1993) niederschlug. Als Inspiration in dieser Zeit dienten ihm das frühe Werk von Luigi Ghirri, die Neue Englische Bildhauerei und die fotografischen Arbeiten von Constantin Brâncuși.
Boekhout führte verschiedene, meist öffentliche Aufträge aus, so 1994 für das Frans Hals Museum und dass Archiv Spaarnestad Photo eine Serie über Haarlem aus Anlass der 750-Jahrfeier sowie 2003 ein Fotoarchitekturbuch über die „Nieuwe Toneelschuur“, das neue Schauspielhaus von Haarlem. Er macht monumentale angewandte Fotografie für Architektur. Ein Beispiel hiervon ist die Glaswand ‚Crimescope’ von 2,5×17 m für die Eingangshalle des neuen Forensischen Instituts in Ypenburg der Architekten: Claus und Kaan. Seine Arbeiten waren in diversen Gruppen- und Einzelausstellungen zu sehen. Als letztes publizierte er (2007) ein artistbook über New York mit einem fast drei Meter langen Leporello.

Nützen

Nützen ist eine Gemeinde im Kreis Segeberg in Schleswig-Holstein. Kampen und Springhirsch liegen im Gemeindegebiet.

Nützen liegt etwa sieben Kilometer südlich von Bad Bramstedt zwischen der Bundesstraße 4 von Hamburg nach Neumünster und der Bundesautobahn 7, die ebenfalls von Hamburg nach Neumünster führt.
Kampen war ursprünglich ein Bauerndorf, Springhirsch liegt direkt an der Bundesstraße 4.
In Springhirsch befand sich zwischen August 1944 und April 1945 das Außenlager Kaltenkirchen. Die Häftlinge sollten die Start- und Landebahnen des Militärflugplatzes Kaltenkirchen ausbauen. Dabei wurden 500–700 Häftlinge ermordet.
Aufgrund des in den 1950er Jahren geplanten Baus des Großflughafens Kaltenkirchen, der jedoch nie ausgeführt wurde, ging die Einwohnerzahl der Gemeinde vorübergehend zurück und mehrere Gebäude wurden abgerissen.
In Springhirsch befindet sich heute die Gedenkstätte des Außenlagers Kaltenkirchen, einem Außenlager des KZ Neuengamme bei Hamburg.
Von den elf Sitzen in der Gemeindevertretung hat die Wählergemeinschaft AWG seit der Kommunalwahl 2013 sieben Sitze und die Wählergemeinschaft PLN vier.
Blasonierung: „Von Grün und Blau durch einen schrägen silbernen Wellenbalken geteilt, oben drei zum Wellenbalken fächerförmig gestellte goldene Haselnüsse mit schwarzen Hüllblättern, unten ein zum Wellenbalken gebrochener unterhalber silberner Mahlstein.“
Durch die sandigen Böden ist die Landwirtschaft im Gemeindegebiet wenig ertragreich. Der Abbau der Kiesvorkommen hat sich daher zu einem wichtigen Wirtschaftszweig entwickelt.
Nützen verfügt über einen Haltepunkt der AKN an der Bahnstrecke Hamburg-Altona–Neumünster. Die nächste Anschlussstelle der Autobahnanschluss A 7 ist nur wenige Minuten entfernt.
In der Liste der Kulturdenkmale in Nützen stehen die in der Denkmalliste des Landes Schleswig-Holstein eingetragenen Kulturdenkmale.
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Hughes Aircraft

Hughes Aircraft Company war eine der größten Verteidigungs- und Luftfahrtfirmen der USA. Sie wurde 1936 von Howard Hughes gegründet. Ihren Hauptsitz hatte sie bei Ballona Creek, in Culver City.
Im Laufe der 1970er und 1980er-Jahre wurden immer wieder Teile der Firma verkauft, so dass heute keine der Sparten mehr unter dem Namen Hughes firmiert. Auf dem alten Firmengelände haben sich inzwischen Filmstudios der DreamWorks SKG angesiedelt. 1997 fusionierten Hughes Electronics und Raytheon; Hughes Space and Communications wurde im Jahr 2000 von Boeing aufgekauft.

Hughes Aircraft war ursprünglich eine Tochter der Hughes Tool Company. 1935 baute Hughes die Hughes Special, ein für damalige Verhältnisse in Bezug auf Stromlinienförmigkeit wegweisendes Flugzeug mit einziehbarem Fahrwerk, geschlossenem Cockpit sowie versenkten Nieten auf der Außenhaut. Mit der H-1 erlangte Hughes Name im Laufe der nächsten Jahre hohe Bekanntheit, als er den absoluten Geschwindigkeitsweltrekord für Landflugzeuge errang.
1936 wurde Hughes Aircraft selbständig. Während des Zweiten Weltkrieges entwarf und baute HA einige Flugzeugprototypen, darunter die berühmte Hughes H-4 Hercules, die wegen ihrer Größe und der teilweisen Holzbauweise auch als Spruce Goose bekannt ist (engl. „spruce“ = „Fichte“). Zu Beginn des Krieges hatte HA nur 4 festangestellte Mitarbeiter; am Ende waren es über 80.000.
Neben Douglas Aircraft, North American Aviation, Northrop, Lockheed Aircraft war Hughes Aircraft einer der Luftfahrtkonzerne, die während und nach dem Zweiten Weltkrieg erfolgreich in Süd-Kalifornien Fuß fassten. Zwischenzeitlich war Hughes Aircraft sogar einmal größter Arbeitgeber dieser Region.
Nach dem Krieg zerstritt sich Hughes mit Teilen des US-Senats. Im Sommer 1947 äußerten sich einige Politiker beunruhigt über Hughes Missmanagement bei der Spruce Goose und dem XF-11-Projekt, die in weiten Teilen aus Steuermitteln finanziert wurden. Noch während der Untersuchungsausschuss Belege gegen Hughes Aircraft sammelte, konnte Hughes jedoch beide Prototypen erfolgreich testen und dem amerikanischen Militär übergeben. Die Ermittlungen wurden daraufhin eingestellt und Hughes trotz bleibender Kritik freigesprochen.
Die Spruce Goose erhob sich nach ihrem kurzen Jungfernflug nie wieder in die Lüfte und sollte bis heute das Flugzeug mit der größten Spannweite, das jemals abgehoben ist, bleiben.
1948 gründete Hughes eine neue Tochterfirma, die Aerospace Group.
Zwei Hughes-Ingenieure, Simon Ramo und Dean Wooldridge, hatten damals einige bahnbrechende Ideen im militärischen Flugzeugbau. Das MA-1-System brachte ein Flugzeug mit Hilfe von Radarsignalen automatisch in die richtige Position, um Raketen auf ein anderes Flugzeug feuern zu können. Zeitgleich arbeiteten andere Teams mit der neu gegründeten US Air Force an Luft-Luft Raketen, was zur Entwicklung der AIM-4 Falcon (F-98) führte. Die Kombination aus MA-1 und Falcon, später noch mit einigen Upgrades versehen, war bis in die 1980er das wichtigste Abfangjägersystem der Vereinigten Staaten.
Wegen dieses erfolgreichen Anfangs wurde die Aerospace Group schnell sehr profitabel und wichtigster Bestandteil des Konzerns. Die Aerospace Group hat seitdem Radar- und elektro-optische Systeme produziert, die ersten funktionsfähigen Laser gebaut, Flugzeug- und Raketenleittechnik entworfen und ein Ionen-Antriebssystem für Raumfahrzeuge entwickelt.
Ramo und Wooldridge trennten sich 1953 aufgrund geschäftlicher und persönlicher Differenzen mit Howard Hughes von der Aerospace Group. Sie gründeten die Ramo-Wooldridge Corporation, die später zusammen mit Thompson Products die TRW bildete – und damit eine der größten Konkurrenten der Aerospace Group wurde. 1953 gründete Howard Hughes das Howard Hughes Medical Institute, eine Stiftung, der er die Hughes Aircraft vermachte.
Einige berühmte Persönlichkeiten weisen enge Verbindungen zu Hughes Aircraft auf. Nobelpreis-Träger Richard Feynman beispielsweise hielt wöchentliche Seminare in den Hughes Forschungsabteilungen. Murray Gell-Mann, ebenfalls Nobelpreisträger, teilte sich ein Büro mit dem späteren HA CEO Malcolm Currie. Greg Jarvis und Ronald McNair, zwei der Astronauten beim letzten Flug der Challenger, arbeiteten für Hughes.
Zwei Arbeitsgruppen der Hughes Aerospace, die Hughes Space and Communications Group und die Hughes Space Systems Division wurden 1948 Ableger um schließlich 1961 unter dem gemeinsamen Namen Hughes Space and Communications Company zu operieren.
Gemeinsam bauten sie 1963 den ersten geosynchronen Kommunikationssatelliten, Syncom, dem sie 1966 den ersten geostationären Wettersatelliten ATS-1 folgen ließen. Ebenfalls 1966 landete ihre Surveyor auf dem Mond. Hughes entwickelte 1978 Pioneer-Venus, die erstmals detailliert die Venus kartierte, und die Sonde Galileo, die in den 1990ern zum Jupiter flog. Fast 40 Prozent der im Jahr 2000 aktiven Satelliten wurden von Hughes Space and Communications gebaut.
Die Modellserien werden von Boeing fortgesetzt und laufen unter Boeings Namen weiter (z.B. HS376 als Boeing 376).
1947 begann bei Hughes die Helikopter-Produktion. Helikopter-Produzent Kellett verkaufte sein neuestes Modell an Hughes. Der H-17 Sky Crane flog erstmals im Oktober 1952. Der kommerzielle Erfolg des Modells blieb allerdings aus. 1955 startete der Ableger Toolco Aircraft Division und begann, leichte Militärhubschrauber zu entwickeln. Im Mai 1965 bekamen sie den Zuschlag für einen Beobachtungshelikopter für die US Army, was zu Entwicklung des OH-6 Cayuse führte – ein bis heute noch unter verschiedenen Namen produzierter Hubschrauber. 1976 wurde die Toolco Aircraft Division in Hughes Helicopters umbenannt. Aus diesem Hause stammt der berühmte AH-64 Apache Kampfhubschrauber, der 1983 die Collier Trophy gewann.
Zu Hughes Electronics gehören:

Time Out (Roman)

Time Out ist ein 2012 erschienener Jugendroman des deutschen Autors Andreas Eschbach.
Als Fortsetzung der Romane Black Out und Hide Out ist er der dritte und abschließende Teil der Out-Reihe.
Die Gruppe um Jeremiah Jones entführt Albert Burns, einen Upgrader. Von ihm erfahren sie, dass die Kohärenz bereits von ihrem Plan, mit ihrem Wissen an die Öffentlichkeit zu gehen, weiß und Gegenmaßnahmen plant. Die Kohärenz arbeitet derweil an der Markteinführung eines Chips, den sogenannten Lifehook, der den Träger nicht sofort, sondern schleichend in die Kohärenz aufnimmt. Dieser ist als neuartiges Kommunikationsmittel getarnt und entwickelt sich zum Verkaufsschlager.
Außerdem erfahren die Bewohner von Hide-Out, dass die Aufnahme des amerikanischen Präsidenten in die Kohärenz kurz bevorsteht. Jones erarbeitet einen Plan, um dies zu verhindern. Christopher ist aber überzeugt, dass dieser Plan scheitern wird. Er erfuhr beim Versuch, die Telefonnummer des Präsidenten herauszubekommen, dass sein Freund, der Penta-Byte-Man offenbar von der Kohärenz massiv verfolgt wird und schließt daraus, dass er im Besitz von Informationen sein muss, die der Kohärenz schaden können.
Da Jones von seinem Plan nicht abzubringen ist, beschließt Christopher auf eigene Faust nach Europa zu gelangen und dort den Penta-Byte-Man aufzusuchen. Er überredet Serenity ihn zu begleiten.
Vom Hide-Out-Netzwerk nach Europa geschmuggelt gelangen die beiden von Paris nach Rennes, wo Christopher Serenity seine Liebe gesteht. Die beiden werden ein Paar. Kurz darauf treffen sie zum ersten Mal den Penta-Byte-Man, ein Italiener namens Giuseppe „Guy“ Forti. Gemeinsam mit ihm versuchen sie herauszufinden, welche Information Forti besitzt, die der Kohärenz offensichtlich Angst macht.
Als sie in Fortis Aufzeichnungen einen Programmcode finden, den er zufällig einmal aufgezeichnet hatte, geschieht es, dass überall auf der Welt Menschen plötzlich wie gelähmt sind und nicht mehr auf ihre Umwelt reagieren. Sofort ist klar, dass dies mit den Lifehooks zusammenhängen muss, und sie ziehen den Schluss, dass die Kohärenz sich wohl selbst außer Gefecht gesetzt hat. Sie vermuten, dass eine kritische Anzahl von übernommenen Gehirnen überschritten worden ist.
Aus Sorge um seine Mutter, die sich in London befindet, versucht Christopher mit Hilfe des Regisseurs Bryson nach England zu gelangen. Es stellt sich heraus, dass die Kohärenz nur einen Teil der Upgrader ausgeschaltet hat, Bryson aber noch aktiv ist. Die Kohärenz nimmt Christopher fest und überführt ihn in das Hauptquartier in London. Dort werden ihm seine Chips entfernt und es wird geplant, ihm einen neuen, funktionierenden Chip zu implantieren, der ihn endgültig zum Teil der Kohärenz werden lässt.
Serenity und Forti folgen ihm nach London, werden aber ebenfalls von der Kohärenz aufgegriffen. Christopher gelingt es, eine von Forti mitgeschmuggelte Waffe zu fassen. Er verlangt von der Kohärenz, beide laufen zu lassen, oder er werde sich selbst töten. Die Kohärenz geht auf seine Forderung ein, da sie Christopher zur Behebung eines Systemfehlers braucht.
Die Übernahme von Christopher scheitert, weil die Kohärenz von einer Menschenmenge gestört wird, die Forti bereits im Vorfeld zu dem Gebäude gelockt hat, in dem die Kohärenz ihr Hauptquartier hat. Mittlerweile hat Christopher herausgefunden, wie der gefundene Code der Kohärenz schaden kann. Christopher überwältigt seine Mutter, verbarrikadiert sich und tätigt einen Hack, der die Kohärenz endgültig zerstört.
Im Buch werden aktuelle Phänomene kritisch behandelt, darunter der Boom der sozialen Netzwerke. Das FriendWeb ist eine Anspielung auf Facebook.
Auch die Verbreitung von Kommunikationsmedien, die immer stärker in die Privatsphäre eingreifen, wird mit dem Lifehook reflektiert.
Die Haarteppichknüpfer | Solarstation | Das Jesus Video | Der Jesus-Deal | Kelwitts Stern | Quest | Eine Billion Dollar | Exponentialdrift | Der Letzte seiner Art | Der Nobelpreis | Ausgebrannt | Ein König für Deutschland | Herr aller Dinge | Todesengel | Perfect Copy | Die seltene Gabe | Das Marsprojekt | Black Out | Hide Out | Time Out | Aquamarin

Chiyoda

Chiyoda (jap. 千代田区, -ku) ist einer der 23 „Sonderbezirke“ im Osten der japanischen Präfektur Tokio. Der Bezirk liegt im Zentrum Tokios, der Hauptstadt Japans, und ist Standort des Kaiserpalasts, des nationalen Parlaments, des Amtssitzes des Premierministers sowie zahlreicher weiterer Regierungseinrichtungen. Außerdem befinden sich die Hauptsitze zahlreicher Großunternehmen in Chiyoda.
Mit unter 50.000 Einwohnern ist Chiyoda mit Abstand der bevölkerungsärmste Bezirk Tokios und damit – abgesehen von den abgelegenen Pazifikinseln und dem Landkreis Nishitama – die nach Einwohnerzahl kleinste Gemeinde der Präfektur Tokio. Die über 44.000 Unternehmen, die in Chiyoda ihren Sitz haben, bieten fast 900.000 Menschen Arbeit, so dass die Tagesbevölkerung jedoch mehr als 20 Mal so hoch ist wie die Nachtbevölkerung. Der Name Chiyoda, wörtlich „Feld der tausend Generationen“, stammt noch von der Burg Edo, in der bis zur Meiji-Restauration der Shōgun residierte.

Der Bezirk Chiyoda besteht aus dem Kaiserpalast, der ehemaligen Burg Edo, und den umgebenden Gebieten im Radius von etwa einem Kilometer. Bereits zur Edo-Zeit war der Kaiserpalast als Sitz des Shōgun das politische Zentrum Japans. Um die Burg herum lagen die Residenzen der einzelnen Daimyō, die dazu verpflichtet waren, ihre Familien nach Edo zu bringen und selbst dort die Hälfte ihrer Zeit zu verbringen. 1860 wurde der Shōgunatsbeamte Ii Naosuke vor dem Sakurada-Tor der Burg Edo ermordet.
Während der Meiji-Restauration wurden 1871 die Daimyate abgeschafft und das Land von der neuen Zentralregierung konfisziert. In der Burg residierte von nun an der Kaiser, während die Ländereien der Daimyō für Regierungsgebäude genutzt wurden.
1932 fand hier das Attentat auf den Premierminister Inukai Tsuyoshi statt. Auch der Putschversuch vom 26. Februar 1936 hatte sein Zentrum in Chiyoda.
Ein Bezirk wurde Chiyoda am 15. März 1947 durch die Vereinigung der ehemaligen Stadtbezirke Kanda, des nordöstlichen Bereichs um den Bahnhof Akihabara herum, und Kōjimachi, des Kaiserpalastes und ehemaligen Samuraiviertels der Stadt Tokio. Bis 1991, als die Präfekturverwaltung nach Shinjuku umzog, war Chiyoda Verwaltungssitz der Präfektur Tokio.
Am 30. August 1974 verübte die East Asia Anti-Japan Armed Front einen Bombenanschlag auf die Zentrale der Mitsubishi Heavy Industries mit 8 Toten und 376 Verletzten. Der Giftgasanschlag der Ōmu Shinrikyō (Aum-Sekte) auf die Tokioter U-Bahn am 20. März 1995 wurde durchgeführt, als die Züge gerade den Bezirk Chiyoda durchquerten.
Der Bezirk Chiyoda besteht unter anderem aus folgenden Stadtteilen (Für eine vollständige Aufzählung, siehe Liste der Stadtteile des Tokioter Bezirks Chiyoda):
In Chiyoda befinden sich eine bezirksbetriebene, zwei präfekturbetriebene und zahlreiche private Oberschulen. Unter anderem zwei renommierte private Universitäten haben ihren Hauptsitz in Chiyoda, die jesuitische Sophia-Universität und die Hōsei-Universität, eine der elitären Sechs Universitäten von Tokio. Daneben unterhalten die zentralstaatliche Hitotsubashi-Universität und mehrere private Hochschulen Campus im Bezirk, vor allem in Kudan und Kanda im Norden und Nordosten.
Daneben befinden sich mehrere Gedächtnisinstitutionen in Chiyoda, darunter die Nationale Parlamentsbibliothek, das Nationalarchiv, die Bibliothek Chiyoda (千代田図書館, Chiyoda Toshokan), die Yonbanchō-Bibliothek (四番町図書館, Yonbanchō Toshokan), die Kanda-Machikado-Bibliothek (神田まちかど図書館, ~ Toshokan), die Shōhei-Machikado-Bibliothek (昌平まちかど図書館, ~ Toshokan), das Wissenschaftsmuseum Tokio (科学技術館, Kagaku Gijutsukan), das Hauptgebäude und die Kunsthandwerksgalerie des Nationalmuseums für moderne Kunst, das Idemitsu-Kunstmuseum, das Mitsuo-Aida-Museum oder die frühere Sammlung der Satake-Fürstenfamilie Senshū Bunko.
Bürgermeister von Chiyoda ist in vierter Amtszeit Masami Ishikawa, ehemals Präfekturbeamter und Vorstandsmitglied der Shuto Kōsokudōro. Er wurde zuletzt im Februar 2013 relativ knapp gegen den ehemaligen Vizebürgermeister Kyōji Ōyama und drei weitere Kandidaten im Amt bestätigt. Das Kommunalparlament hat regulär 25 Mitglieder und wird bei einheitlichen Regionalwahlen (zuletzt: 2015) gewählt.
Für das Präfekturparlament hat der Bezirk das zweithöchste Stimmgewicht vor dem Inselwahlkreis. Der Einmandatswahlkreis wurde für mehr als vier Jahrzehnte von Liberaldemokraten vertreten, bevor bei der Wahl 2009 der damals 26 Jahre alte Demokrat Zenkō Kurishita die Siegesserie beendete. Bei der Wahl 2013 gewann der Liberaldemokrat Shigeru Uchida Chiyoda für die LDP zurück.
Für das nationale Abgeordnetenhaus bildet Chiyoda zusammen mit Shinjuku und Minato den Wahlkreis Tokio 1, der seit 2012 von der Liberaldemokratin Miki Yamada vertreten wird.
Bezirke (ku): Adachi | Arakawa | Bunkyō | Chiyoda | Chūō | Edogawa | Itabashi | Katsushika | Kita | Kōtō | Meguro | Minato | Nakano | Nerima | Ōta | Setagaya | Shibuya | Shinagawa | Shinjuku (Verwaltungssitz) | Suginami | Sumida | Taitō | Toshima
Kreisfreie Städte (shi): Akiruno | Akishima | Chōfu | Fuchū | Fussa | Hachiōji | Hamura | Higashikurume | Higashimurayama | Higashiyamato | Hino | Inagi | Kiyose | Kodaira | Koganei | Kokubunji | Komae | Kunitachi | Machida | Mitaka | Musashimurayama | Musashino | Nishitōkyō | Ōme | Tachikawa | Tama
Nishitama-gun: Hinohara | Hinode | Mizuho | Okutama
Unterpräfektur Hachijō: Aogashima | Hachijō | Unterpräfektur Miyake: Mikurajima | Miyake | Unterpräfektur Ogasawara: Ogasawara | Unterpräfektur Ōshima: Kozushima | Niijima | Ōshima | Toshima

Burgtheaterbesetzungen ab 2014

Die Burg­theater­be­setzun­gen ab 2014 lis­ten alle Da­rstel­lerin­nen und Da­rstel­ler, sowie die Leading Teams aller Neu­pro­duk­ti­o­nen des Wie­ner Burgtheaters ab Sep­tem­ber 2014 auf.

Das Burgtheater steht seit 19. März 2014 interimistisch und seit 11. Oktober 2014 definitiv unter Leitung von Karin Bergmann. Da die neue Burgtheater-Direktorin ohne Möglichkeit der Vorausplanung eingesprungen ist, musste sie einen Großteil der Projekte ihres am 11. März 2014 entlassenen Vorgängers Matthias Hartmann übernehmen. Zu den ersten Amtshandlungen der neuen Direktorin zählte die Absetzung der premierenreifen Hartmann-Inszenierung Der falsche Film (im März 2014) und die Bestellung des Regisseurs Georg Schmiedleitner für Die letzten Tage der Menschheit, einer Koproduktion des Burgtheaters mit den Salzburger Festspielen (im Juli 2014), die ebenfalls von Hartmann hätte inszeniert werden sollen.
In ihrer Spielplan-Pressekonferenz für die Saison 2014-15 stellte Bergmann fest, es gehe ihr „um die zentralen Themen der Menschheit, um den Konflikt zwischen Staat und Individuum“. Man spanne dabei einen Bogen von der Antike bis zur Gegenwartsdramatik und biete ein breites Spektrum an unterschiedlichen künstlerischen Handschriften. Die erste bedeutende Abgrenzung zu ihrem Vorgänger bestand somit in Betonung der Relevanz des Politischen auf der Bühne und im Versprechen neuer Regisseure für das Burgtheater: Dušan David Pařízek, Christian Stückl, Robert Borgmann und Jette Steckel. Pařízek inszenierte Die lächerliche Finsternis von Wolfram Lotz, Borgmann die unverheiratete von Ewald Palmetshofer, beides Uraufführungen, beide eingeladen zum Berliner Theatertreffen 2015. Stückl übernahm die Regie von Peter Turrinis Bei Einbruch der Dunkelheit anlässlich des 70. Geburtstages des Dichters. Auch die Wahl von Jelineks hochpolitischen Die Schutzbefohlenen signalisierte eine deutliche Wende gegenüber Bergmanns Vorgänger, der zwar auch Jelinek spielte, jedoch deren eher unpolitische Texte Die Winterreise und Schatten (Eurydike sagt). Eindeutig Bergmanns Entscheidung war auch Hermann Bahrs Salonkomödie Das Konzert, die freilich auf gemischte Reaktion der Kritik stieß. Wiederum einen starken politischen Akzent setzte Jette Steckel mit ihrer einerseits pop-artigen, andererseits kritischen Interpretation von Sophokles‘ Antigone zum Abschluss der Spielzeit.
Das alte Gesetz des Burgtheaters – die großen Klassiker im großen Haus, die kleinen, feinen Stücke im Akademietheater – gilt auch in der Direktion Bergmann. Die neue Direktorin hatte großes Glück mit zwei Uraufführungen von Wolfram Lotz und Ewald Palmetshofer, die beide zum Berliner Theatertreffen eingeladen wurden, und mit einer Österreichischen Erstaufführung von Roland Schimmelpfennig: Das Reich der Tiere. Ein Kinderstück, eine Salonkomödie und ein relativ selten gespielter Ibsen komplettierten das 2014-15er Programm des kleinen Hauses der Burg, welches vom Wiener Publikum traditionsgemäß noch mehr geliebt wird als die Burg, aufgrund der Intimität des Rahmens, der guten Sicht, der exzellenten Akustik und vor allem der Nähe zu den Burgschauspielern.

Volker Präkelt

Volker Präkelt (* 14. Mai 1956 in Recklinghausen) ist ein deutscher Autor und Regisseur.

Nachdem er in seiner Geburtsstadt das Abitur bestanden hatte, studierte Volker Präkelt bis 1982 Publizistik an der Westfälischen Wilhelms-Universität in Münster, danach arbeitete er als Jazzklavierlehrer und spielte in verschiedenen Bands. Präkelt zog nach Berlin und wurde nach einem Praktikum und einem Volontariat Musikredakteur beim SFB 2, wo er u. a. die Sendung ARD-Rocknacht moderierte. 1990 kam er nach Hamburg und arbeitete dort zunächst als freier Mitarbeiter für den Norddeutschen Rundfunk, bevor er Redaktionsleiter des 1994 mit dem Grimme-Preis ausgezeichneten Medienmagazins Canale Grande wurde. Daran anschließend war er Programmdirektor des Musiksenders VH-1 Deutschland und in der Verlagsgruppe Milchstrasse tätig.
Großen Erfolg hatte Präkelt ab 2003 mit dem von ihm entwickelten Fernsehformat Marvi Hämmer mit der gleichnamigen 3D-animierten Ratte als Moderator einer Wissensserie für Kinder. Zusätzlich zu den insgesamt 104 Folgen gestaltete Präkelt 75 Geschichten als Hörbücher. Für die Sachbuchreihe BAFF! des Arena-Verlages hat er verschiedene Titel geschrieben, der NDR produzierte drei Hörspiele Präkelts.
Volker Präkelt arbeitet heute als freier Autor und Regisseur unter anderem für das Kulturjournal und die Reihe Abenteuer Diagnose, zwei Sendeformate des NDR, und ist Geschäftsführer der von ihm gegründeten Mediendeck oHG, einer Produktionsfirma für TV, Musik und Hörbuchproduktionen in Hamburg.

Adrenalektomie

Als Adrenalektomie wird die chirurgische Entfernung der Nebenniere bezeichnet. Sie kann sowohl einseitig als auch beidseitig erfolgen.

Eine Indikation zur Adrenalektomie besteht stets bei primären Tumoren der Nebenniere wie:
Bei reaktiven Vergrößerungen der Nebennieren wie sie beispielsweise bei einem hypophysären Morbus Cushing zu beobachten sind, ist die Adrenalektomie bei Versagen der kausalen Therapie (Entfernung des Hypophysenadenoms etc.) als letzte Möglichkeit in Erwägung zu ziehen.
Eine subtotale Adrenalektomie ist einzelnen, kleinen, exzentrisch gelegenen und benignen Tumoren vorbehalten.
Standardmethode ist die endoskopische Adrenalektomie (laparoskopisch oder retroperitoneoskopisch), die für den Patienten mit einer schnelleren Genesung und geringeren Schmerzen verbunden ist.
Je nach Befund können alternative Zugangswege günstiger sein. So ist bei mehrfachen abdominalen Voreingriffen die laparoskopische Technik aufgrund von Verwachsungen der Bauchdecke ein Risiko, sodass der laterale Zugang (Flankenzugang) oder der posteriore Zugang vorzuziehen ist.
Bei Nebennierenkarzinomen ist aus Gründen der Übersicht und der möglichen Notwendigkeit der Erweiterung des Eingriffs (paraaortale Lymphknotendissektion) der transabdominelle oder thorakoabdominelle Zugang günstig. So kann nach intraoperativem Befund die Radikalität der Operation variiert werden.
Zur Risikominimierung und besseren Durchführbarkeit des Eingriffs müssen vor und nach der Operation Vorsichtsmaßnahmen ergriffen werden.
Bei Phäochromozytomen ist eine präoperative Gabe von Alpha-Blockern (Phenoxybenzamin) obligat und meistens in Kombination mit Betablockern (Propranolol) durchzuführen.
Bei einem Hyperaldosteronismus ist die Gabe von Aldosteron-Antagonisten und eventuell anderen Antihypertensiva notwendig.
Vor der Operation von Patienten mit einem Hypercortisolismus sollten Entgleisungszustände des Elektrolythaushaltes und des Stoffwechsels (Steroid-Diabetes) behoben werden und eine Einstellung des Bluthochdrucks erfolgen.
Prinzipiell kann jeder Patient nach einer Adrenalektomie eine Addison-Krise erleiden. Unvermeidbar ist die Addison-Krise nach bilateraler Adrenalektomie. Bei einseitiger Adrenalektomie ist die Nebenniere der Gegenseite oft atrophiert und alleine nicht zur ausreichenden Cortisolsynthese fähig.
Daher sollte eine Substitution von Cortisol (beispielsweise mit Hydrocortison) bereits während der Operation einsetzen. Bei beidseitiger Adrenalektomie ist diese lebenslang fortzuführen.
Bei einseitiger Adrenalektomie und nicht cortisolproduzierenden Tumoren kann die Substitution rasch ausschleichend beendet werden. Bei ausgeprägter Atrophie der Gegenseite muss über längere Zeit langsam ausschleichend substituiert werden bis sich die verbliebene Nebenniere adaptiert.

PowerPC

PowerPC (PPC) ist eine 1991 durch ein US-amerikanisches Konsortium der Unternehmen Apple, IBM und Motorola (heute: Freescale) – auch kurz AIM genannt – spezifizierte CPU-Architektur.
Der Name PowerPC ist ein Akronym, wobei Power für Performance optimization with enhanced RISC (Leistungsoptimierung durch verbessertes RISC) und PC für Performance Chip (Hochleistungs-Chip) steht.

PowerPC ist heute eine 64-Bit-Prozessorarchitektur auf RISC-Basis, wobei auch 32-Bit-Versionen verfügbar sind (bei IBM „Subset“ genannt). PowerPC beherrschen Gleitkommazahlen doppelter und einfacher Genauigkeit und arbeiten im Big-Endian-Modus, manche Prozessormodelle können jedoch alternativ auf den Little-Endian-Modus umschalten. Fast alle Prozessoren neuerer Bauart verfügen auch über die von Motorola entwickelte AltiVec-Vektoreinheit oder das IBM-Äquivalent VMX. AltiVec wurde mit dem Power PC 7400 alias PowerPC G4 eingeführt. Der letzte Vertreter der PowerPC-Familie, der noch der AIM-Allianz entstammt, ist der Doppelkern-Prozessor PowerPC 970MP sowie dessen Einkern-Version PowerPC 970GX – von Apple als PowerPC G5 vermarktet steht er gemeinsam mit dessen Vorversionen PowerPC 970 und 970FX mit bis zu 2,7 GHz Taktfrequenz für die letzten von Apple als Power Macintosh gebauten Desktop- und (als Xserve) Server-Computer.
Neuere Versionen des PowerPC-Prozessors tragen keine Generations-Bezeichnung mehr (wie G3, G4, G5).
Der Gekko (CPU im Nintendo GameCube) weist als Besonderheit spezielle Befehle auf, mit denen paarweise einfach-genaue Gleitkommazahlen, die sich in Floatingpointregistern befinden, bearbeitet werden können. Die Opcodes der Befehle überschneiden sich mit denen der AltiVec-Befehle.
PowerPC-Prozessoren werden u. a. in der IBM pSeries (RS/6000) und im IBM Blade JS20 und JS21 sowie in den Motorola-PowerStack-Rechnern eingesetzt. Seit 1996 basieren auch Amiga-Rechner faktisch auf PowerPC-Prozessoren, und auch kompatible Systeme wie der Pegasos-Rechner von Genesi und der AmigaOne von Eyetech setzen ihn ein.
Apple verwendete die Prozessoren zwischen 1994 und 2006, wechselte dann jedoch zu x86-Prozessoren von Intel. Allerdings kaufte Apple im April 2008 die Firma P.A. Semi auf, die eine besonders stromsparende Variante der G5-Prozessoren entwickelte. Die Zielsetzung dieses Geschäftes war zunächst unklar, später stellte sich heraus, dass Apple den so eingekauften Sachverstand für die Entwicklung eigener Prozessoren nutzte.
Auch in vielen eingebetteten Systemen kommen PowerPC-Prozessoren zum Einsatz.
Bei Heimanwendern sind dies zum Beispiel Digitalreceiver wie die d-box 2 (PPC823) oder die Dreambox (PPC405), sowie Spielekonsolen wie Nintendo GameCube und Wii und Wii U, die Xbox 360 von Microsoft sowie (in Form des Cell) die PlayStation 3 von Sony.
Auch in PKW und in der zivilen und militärischen Luft- und Raumfahrt kommt die PowerPC-Architektur zum Einsatz. Mehrere zum Mars gesandte Orbiter und Lander basieren auf verschiedenen PowerPC-Varianten, zum Beispiel verwendet der Mars Reconnaissance Orbiter eine gegen Strahlung geschützte Variante des G3. Auch die F-22 Raptor, der AN/ALR-93 oder der AN/ALQ-135M verwenden PowerPC-CPUs, insbesondere im Bereich der Signalverarbeitung.
Das Konsortium wurde auf Betreiben von Apple gegründet, die einen Nachfolger für die von ihnen verwendeten 680×0-Prozessoren von Motorola (ab 2004 Freescale, 2015 von NXP übernommen) suchten. Der von IBM für deren High-End-Workstations entwickelte POWER-Prozessor war wegen seiner leistungsfähigen und erweiterbaren Architektur ein interessanter Kandidat, jedoch in der Fertigung viel zu teuer, da es sich zum damaligen Zeitpunkt noch um ein Modul mit mehreren Chips handelte. Motorola brachte in die Entwicklung die Speicherverwaltungs- und Puffer-Einheit ihrer 88000-RISC-Prozessoren ein (die 88k-Familie wurde daraufhin eingestellt, die 68k-Familie existiert heute noch als Mikrocontroller und bildet auch die Basis für die hierzu kompatible ColdFire-Familie).
Gleichzeitig mit der Entwicklung der PowerPC-Prozessoren wurde auch die Referenzplattform PReP (PowerPC Reference Platform) geschaffen, die zur Konkurrenz gegen die etablierten Intel-basierten PCs werden sollte. Dabei zeigte sich dann allerdings, dass die Allianz der drei Firmen nicht in allen Belangen einer Meinung war; und die ohnehin eher zurückhaltenden Bemühungen verliefen später im Sande.
PReP wurde später durch CHRP (Common Hardware Reference Platform) abgelöst. Der jüngste, kommerziell erhältliche Spross dieser Familie war der IBM-zertifizierte Pegasos von Genesi, der auch durch Freescale vertrieben wurde.
Am 6. Juni 2005 kündigte Apple an, die PowerPC-Architektur aufzugeben und künftig PC-Systeme mit Intel-Prozessoren (x86) zu fertigen.
In einem am 6. Dezember 2005 veröffentlichten Interview bekräftigte der CEO von Freescale, Michel Mayer, u. a. als Konsequenz hieraus die Entscheidung, die PowerPC-Baureihe ggf. umzubenennen und sich bei der weiteren Vermarktung nicht weiter um den Desktop-/Laptop-Markt zu kümmern.
Auf der Ende Juni 2005 abgehaltenen 20. Internationalen Supercomputer-Konferenz ISC 2005 zeigte sich außerdem, dass sechs der zehn zu diesem Zeitpunkt schnellsten Computer der Welt auf PowerPC basierten, davon fünf auf dem PowerPC 440 (eServer BlueGene).
Der Schwerpunkt der Einsatzgebiete der PowerPC-Architektur verlagert sich somit an die beiden Enden der Skala: den Bereich eingebetteter Systeme einerseits und den Hochleistungsserverbereich andererseits.
Erste Generation G1
Zweite Generation G2
Dritte Generation G3
Vierte Generation G4
Fünfte Generation G5
Industrial Control Unit: 14500 
6800er-Familie: 6800 | 6809 | (Hitachi 6309) 
68000er-Familie: 68000 | 68008 | 68010 | 68012 | 68020 | 68030 | 68040 | 68060 | ColdFire | DragonBall 
88000er-Familie: 88110 | 88200 
Mathematische Koprozessoren: 68881, 68882 
Memory Management Unit: 68451 | 68851 
PowerPC-Familie: PPC 601 | PPC e200 | PPC 603/e300 | PPC 75x | PPC e500 | PPC 74xx/e600 | PPC e700 | PowerQUICC-Familie | QorIQ 

Robert Hay (Ägyptologe)

Robert Hay (* 6. Januar 1799 in Duns Castle, Berwickshire; † 4. November 1863 in East Lothian) war ein schottischer Reisender, Antiquitätenhändler und früher Ägyptologe.

Hay besuchte Ägypten zum ersten Mal 1818 während seiner Dienstzeit bei der Royal Navy. 1824 traf er in Rom Joseph Bonomi, den er als Künstler anheuerte und der ihn nach Ägypten begleitete. Hay war selbst ein begabter Zeichner. Von November 1824 bis 1834 fertigten er und seine Expedition, zu der später noch weitere Künstler wie Frederick Catherwood, Edward William Lane, Francis Arundale (1807–1853), George Hoskins und Luchese Bandoni stießen, eine Reihe genauer Zeichnungen der wichtigsten Monumente des pharaonischen Ägyptens und Nubiens sowie von Baudenkmälern aus der islamischen Zeit an, die heute zusammen mit zahlreichen unveröffentlichten Reisenotizen in der British Library in London aufbewahrt werden.
Während seines Aufenthaltes in Theben 1826 erstellte er eine erste Studie über das Tal der Königinnen, das bis dahin unerforscht war. Mit der Entdeckung des anonymen Grabes QV40 und den Aufzeichnungen von über 15 weiteren Gräbern leistete er wichtige Pionierarbeit bei der Erforschung des Tales.
Im Mai 1828 reiste Hay nach Malta, wo er die Griechin Kalitza Psaraki, Tochter des Oberrichters von Kreta, heiratete, die er zuvor vom Verkauf an den Sklavenmarkt von Alexandria gerettet hatte. Nach seinem Tod 1863 im schottischen East Lothian wurde ein Teil von Hays ägyptischer Altertümersammlung an das British Museum verkauft. Einige der restlichen Objekte erwarb das Boston Museum of Fine Arts im Jahr 1872.